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2008



Mondioring World Cup 2008 in Asti

Wie inzwischen allgemein bekannt sein dürfte nahmen mit Christian Erb und Christian Stewien gleich zwei Mitglieder der Mondioringgruppe Straubing an der diesjährigen Mondio-Weltmeisterschaft im italienischen  Asti teil. Die Stadt, die vielen eher durch den gleichnamigen Schaumwein als durch Hundesport bekannt sein dürfte, war  eine der ersten freien Kommunen des historischen Italiens und liegt im wunderschönen Piemont. Von frühem wirtschaftlichem Erfolg zeugen heute noch eine völlig intakte Innenstadt mit einer Reihe von palastartigen Häusern,  typisch italienischen Gassen und Plätzen mit unzähligen Cafés, Restaurants und Boutiquen. Asti ist nicht nur Provinz-Hauptstadt sondern liegt auch inmitten eines der besten Weinanbaugebiete Italiens. Die internationale Mondioring-Welt bestand bei diesem, in allen drei Kategorien ausgetragenen, Wettkampf aus den Nationen Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Italien, Norwegen, Österreich,  Portugal, Russland, Spanien, Schweden, der Schweiz und den USA. Dabei wurden die Wettkämpfe in den Kategorien 1 und 2 als Grand Prix International und die Veranstaltung in der Kategorie 3 als World-Cup bezeichnet. Einige Länder verfügen bereits über einen funktionstüchtigen Mondioring-Landesverband und die offizielle Aufnahme in die Hundesport-Sparte des jeweiligen FCI-Nationalverbandes. In anderen Teilnehmernationen wie Österreich und Deutschland entschieden diverse Qualifikations-Kriterien über eine Teilnahme an der diesjährigen Weltmeisterschaft. So schrumpfte die Deutsche Mannschaft von eigentlich sechs gemeldeten Sportlern, von denen dann nur fünf im offiziellen Programm aufgeführt waren, aus unterschiedlichen Gründen auf zwei Teilnehmer zusammen. Anderen Teams ging es ähnlich, auch die Österreicher mussten auf ein Teammitglied verzichten. Die Organisation in Asti hatte der ortsansässige Nakuru Club übernommen – eines der italienischen Mondioring-Mekkas. Der Club hatte auch allen Teilnehmern im Vorfeld sein weitläufiges Vereinsgelände zum Abschlußtraining zur Verfügung gestellt. Mit etwas „typisch-italienischer“ Gelassenheit gewürzt war Asti eine gut organisierte Veranstaltung auf international hohem Niveau. Die Kulisse dafür bot das Leichtathletik-Stadion von Asti mit mehr als ausreichend Platz für alle Hundesportler und Zuschauer. Freier Eintritt und relativ moderate Preise (12 Euro für ein Zwei-Gänge-Menü incl. Wein und Wasser sowie zusätzlichem Dessert) sowie eine erstklassige Versorgung sorgten für ein angenehmes Ambiente. Nicht zuletzt der für Hundeführer freie Eintritt zum Gala-Dinner am Samstag mit einem 6-Gänge-Menü in bester italienischer Kochkunst sorgten auch auf der Versorgungs-Linie für zufriedene Gesichter. Hier könnten sich einige nationale und internationale VPG/IPO-Veranstaltungen gerne eine Scheibe abschneiden.
Als generelles Thema des diesjährigen Wettkampfes hatte der Veranstalter – wie könnte es auch anders sein – Italien gewählt. So wurde auf dem Platz den Größen der italienischen Geschichte wie Leonardo da Vinci und Galileo Galilei genauso gehuldigt wie dem römischen Kaiserreich mit einem Tempel, der in der Kategorie 2 zum Schauplatz eines Teils des Schutzdienstes werden sollte, bis hin zum stilisierten Vesuv, den italienischen Handelsmächten sowie den vielfältigen Sehenswürdigkeiten wie dem obligatorischen schiefen Turm von Pisa oder dem Colloseum. Auch Pizza und Pasta wurden gewürdigt wie auch die italienischen Sommerurlaubs-Qualitäten mit Sonnenschirmen, Liegestühlen, stilisiertem Meer inklusive Boot und Sandstrand.
Anders als im VPG-Sport sind beim Mondioring zwar die einzelnen Teile einer regulären Prüfung definiert, nicht aber der genaue Ablauf und die genaue Reihenfolge. Demzufolge gibt es kein starres Prüfungsschema und so gestaltet sich jeder Wettkampf in seiner Zusammensetzung anders und individuell. Aus diesem Grund möchte ich den Ablauf der Prüfung in den drei Kategorien jeweils beschreiben bevor wir zur Besprechung einzelner Teams kommen. Auch die Reihenfolge der Starter steht nicht fest. Zu Beginn einer Prüfung werden die ersten beiden Starter ausgelost. Der erste Starter zieht dann direkt nach der Anmeldung beim Richter den dritten Starter, der Zweite dann den Vierten und so weiter. So ist zum einen die Anwesenheit aller Teilnehmer im Stadion gewährleistet und schiebt nebenbei möglichen Extra-Trainingseinheiten, in denen spät startende Teams wichtige Teile wie die Führerverteidigung nachstellen könnten um sich so einen Vorteil zu verschaffen, einen Riegel vor.

Kategorie 1
Bereits am Donnerstag fand der Wettbewerb in der Kategorie 1 statt.  Jedes Team sah sich dem folgenden Ablauf gegenüber:
In der Kateorie 1 begann die Prüfung mit dem Ablegen des Hundes neben dem Boot im Strand-Ambiente und dem Anmelden des Hundeführers. Während dieser Ablage wurde dem Hund mittels eines Paddels ein Stück frisch geschnittener italienischer Schinken serviert – den der Hund selbstverständlich nicht fressen durfte! Schließlich ist die Futterverweigerung eine der zu absolvierenden Übungen.  Frisst der Hund oder verlässt er die eingenommene Position wird diese Übung mit 0 Punkten gewertet. Die anschließende Freifolge über eine stilisierte Seufzerbrücke mit Kehrtwendung, anschließenden Winkeln und mehrmaligem Anhalten auf Hupzeichen des Richters war für die meisten Teilnehmer kein Problem. Hierbei ist nur zu beachten dass der Hundeführer nach dem ersten Kommando absolute Stille zu halten hat. Weder beim Anhalten noch dem anschließenden Weitergehen darf ein Kommando erfolgen. Zur Entspannung durfte sich der Hund anschließend eine Minute in die Ablage begeben, der lästige Hundeführer ging außer Sicht. Im Rücken des Hundes wurde mittels einer von Leonardo da Vinci erfundenen Schleuder ein Fußball abgeschossen.  Auf diese Entspannungsübung folgt der Apport, in dem ein kleiner Reifen aufgenommen und zum Hundeführer gebracht werden muss. Von dort aus geht es zu den Positionen. Hinter dem stilisierten Vesuv wird der Hund positioniert und der Hundeführer steht ca. 10m vor dem Hund und dirigiert ihn mit den entsprechenden Kommandos auf Anweisung des Richters oder des ebenfalls anwesenden Commisario, der den Hundeführer stets begleitet und eventuelle Unregelmäßigkeiten und Regelverstöße an den Richter meldet,  ins Platz, Sitz und Steh. Eine Voraus-Übung über 20m mit sofortigem Zurückkommen auf Signal des Richters schließt die Unterordnungs-Teile ab. Beim anschließenden Sprung kann sich der Hundeführer für die 180cm hohe Steilwand oder einen Hin- und Rücksprung über eine 1,10 hohe Hürde entscheiden. Der Schutzdienst beginnt danach mit der Attacke mit dem Stock, bei der der Helfer mittels seines Bambus-Stockes und seiner Gestik versucht, den Hund von sich fern zu halten sowie, nach einem dennoch erfolgten Anbiß, mittels seiner Arbeit 10 Sekunden lang versucht, den Hund aus dem Griff zu kriegen oder ihn zumindest zum Umsetzen zu bewegen. Beides wird mit Abzügen bestraft, abhängig von der Dauer des Nicht-Beißens bzw. der Häufigkeit des Umsetzens. Die folgende Führerverteidigung spielte sich wieder im Strand-Bereich ab. Der Helfer kam forsch auf den Hundeführer mit Hund zu, dirigierte ihn in den Bereich zwischen die Stühle, begrüßte ihn mit raschem Handschlag, übergab eine Schwimmweste, die der Hundeführer mit seinem Hund zum Boot bringen und dort ablegen musste. Während des Ablegens erfolgte der Angriff des dem Hundeführer folgenden Helfers. Nach dem Anbiß des Hundes erfolgte wiederum eine harte, 10 Sekunden dauernde Abwehr-Arbeit des Helfers, die durch ein entsprechendes Kommando des Hundeführers in sofortigem Auslassen,  einer Bewachungsphase und einem Abrufen endete. Hatte der Hund diese Aufgabe absolviert durfte er in der abschließenden Flucht einen davonrennenden zweiten Helfer nach Herzenslust verfolgen und beißen, musste dann allerdings wiederum 10 Sekunden den Griff halten und dabei die Attacken des Helfers inklusiver zweier Schüsse aus einer 9mm-Pistole überstehen. Ein sofortiges Trennen und Zurück zum Hundeführer auf Kommando bildeten den Abschluss dieser Übung und der Prüfung.
Richter in der Kategorie 1 war der Franzose Christian Jaquemin. Er wurde von seinem Commissario Mauricio Oddone aus Italien sowie einer Schreibkraft unterstützt. Die beiden Helfer sowohl in der Kategorie 1 als auch in der Kategorie 2 am Folgetag waren Olivier Laguesse (1,87m, 85kg) aus Frankreich  und Samuele Costantini ( 1,77m, 69kg) aus Italien. Die beiden Helfer zeichneten sich durch enorme Schnelligkeit und Wendigkeit aus. Besonders  Olivier konnte durch seine Gestik und Mimik einen sehr massiven mentalen Druck auf die Hunde ausüben, was er auch weidlich nutzte.  Aber auch Sebastian machte es durch seine Schnelligkeit und die Heftigkeit seiner Abwehrbewegungen auf der Flucht und bei den Angriffen in der Kategorie 2 sehr schwer.
Nach der obligatorischen Begehung des Parcours durch die Mannschaftsführer und der Vorstellung der einzelnen Übungsteile durch den sogenannten „Weißen Hund“, der die Ausführung jeder Übung demonstriert, begann der Wettkampf in der Kategorie 1.
Heidi Ming aus der Schweiz eröffnete den Reigen der großen und schlagkräftigen Schweizer Mannschaft mit ihrer Hündin Fly von der Guldenburg. Während die Hundeführerin eher ruhig und etwas schüchtern rüber kam zeigte sich die Yagus an de Duvetorre Tochter sehr aufgedreht. Bereits in der Freifolge verpasste sie etwas die Kehrtwende. Die Ablage meisterte sie allerdings gut, auch das Apportieren brachte nur geringe Punktabzüge weil sie in einem weiten Bogen zur Hundeführerin zurück kam. Beim Voraus allerdings sagte ihr die angezeigte Richtung nicht so ganz zu, sie rannte schnell und engagiert auf die Leonardo-Puppen zu, kam aber auf Kommando ebenso schnell und gerade wieder zurück. Dennoch fielen hier viele Punkte. Im Schutzdienst zeigte sich Fly ebenfalls sehr engagiert mit schnellen, kraftvollen Einstiegen und festen Griffen, allerdings ließ sie sowohl bei der Stock-Attacke als auch in der Flucht nur zögernd aus. Die Führerverteidigung erledigte sie zur vollen Zufriedenheit der Richter, allerdings auch hier ein kostete ein etwas zögerliches Trennen wertvolle Zähler. 175 Punkte blieben am Ende übrig, was zum 15. Platz reichte.
Als einer der wenigen Nicht-Malinois führte der Russe Oleg Scherbachov seinen Deutschen Schäferhund Urman S Valentinovskogo Polya vor. Der Hund folgte zwar seinem Hundeführer, allerdings sah die gesamte Vorführung eher gedrückt und langsam als freudig-schnell aus. Die Futterverweigerung war, wie auch bei allen anderen Hunden in der Kategorie 1, tadellos. Die Freifolge war dann extrem langsam, allerdings blieb der Hund in der Ablage sicher liegen. Beim Apportieren leistete er sich nur wenige Abzüge, bei den Positionen benötigte Urman allerdings ein Doppelkommando bei der ersten Position. Auch das Voraus wurde zwar ausgeführt, sah aber nicht sehr gut aus. Den Klettersprung über die 1,80m hohe Steilwand erledigte der Rüde allerdings ohne Beanstandungen. Im Schutzdienst fiel er durch eher zögerliche Angriffe auf und konnte bei allen drei Übungen den Griff mehrfach nicht halten. Mit 161,5 Punkten bestanden Urman und Oleg zwar knapp die Prüfung (Minimum 160 Punkte), landeten aber auf Platz 19 und damit auf dem vorletzen Bestanden-Platz.
Gil Nuno Ferreira  aus der starken portugiesischen Equipe betrat im Anschluss mit seinem Rüden Gorek De Duques Negros das „Spielfeld“. Er zeigte eine sehr engagierte, aufmerksame Vorstellung in den Unterordnungsteilen, schnelle und einwandfrei gezeigte Positionen sowie ein schnelles und sicheres Apportieren, allerdings mit einem größeren Bogen auf der Rückreise. Insgesamt eine schöne Arbeit, die er mit einer beispielhaften Voraus-Übung abschloss. Der Klettersprung war für den Plins Ken des Contes D´Hoffmann Sohn überhaupt kein Problem. Im Schutzdienst zeigte sich Gorek sehr kraftvoll mit gutem Griff und blitzschneller Reaktion bei der Führerverteidigung sowie einer kompromisslos vereitelten Flucht. Minimale Verzögerungen beim Auslassen in allen drei Schutzdienstteilen kosteten schließlich doch einige Punkte und so blieben schließlich 188,5 Zähler auf dem Konto, was am Ende den fünften Rang bedeutete.
Brasilien ist das Herkunftsland von Diogenes Assahida, der seinen Malinois mit dem lustigen Namen Colt Derhund vorführte. Die Brasilianer dürften bei dieser WM die Nation mit dem weitesten Anreiseweg insgesamt gewesen sein. Den wohl weitesten Landweg hatte die russische Equipe hinter sich – per dickem Ami-Pickup von Moskau nach Italien! Colt zeigte sich in den Unterordnungsteilen sehr führig, leistete sich aber beim Apport eine kleine Einlage indem er mit dem kleinen Reifen erst eine Runde spielen ging und ihn fallen ließ bevor er ihn zum Hundeführer brachte und sauber abschloß. Die Vorausübung war gut, auch der Klettersprung stellte keine besondere Herausforderung dar. Beim Angriff mit dem Stock bekam Colt allerdings nur einen sehr spitzen Griff im Oberschenkel, den er nicht halten konnte, allerdings durch ein Umsetzen wesentlich verbesserte.  Die Führerverteidigung absolvierte Colt mit sofortigem Angriff und guter Vereitelung. Insgesamt nahmen Diogenes und Colt 178,5 Punkte und den 12. Rang mit nach Südamerika.
Tiago Sousa war der nächste von insgesamt vier portugiesischen Startern in der Kategorie 1. Eine gute Freifolge, sichere Ablage und schnelle Positionen, bei denen der Hund allerdings etwa 2 Meter vorkam, gehörten ebenso wie der tadellose Hin- und Rücksprung an der 1m- Hürde zu den Glanzpunkten dieser Vorführung. Auch der Apport blieb trotz etwas zögerlichen Reinkommens ohne Beanstandungen.  Im Schutzdienstteil dagegen flogen die Punkte durch mehrfache Umsetzer in allen drei Übungen sowie einem kompletten Griff-Verlust in der Führerverteidigung. Auch die Bewachungsphase ließ die Hündin ganz weg und lief sofort zum Hundeführer.  So verließen Tiago und Gipsy mit 172 Punkten und dem 17. Rang das Feld.
Yann Boitier aus der großen Ring-Nation Frankreich betrat danach mit seinem Apache des Clans de la Pleine Lune den Platz. Insgesamt zeigte er eine ordentliche Leistung ohne große Fehler. Allerdings lief der Hund doch sehr gedrückt während der gesamten Vorführung. In der Führerverteidigung sah der Hund dem Helfer seelenruhig beim Angriff auf seinen Hundeführer zu und so fehlte diese wichtige Übung komplett. Insgesamt landeten Yann und Apache mit 160 Punkten auf Platz 20 und erfüllten gerade so die Minimal-Anforderung.
Kurz vor zehn Uhr betrat dann Christian Erb von der Mondioringgruppe Straubing mit seinem Dobermann Forrest Gump di Casa Shirak die Wettkampf-Arena. Als einer der zwei verbliebenen deutschen Teilnehmer führte er den einzigen Dobermann der gesamten Veranstaltung ins Feld. Der eindrucksvolle Rüde mit Rufnamen Arik zeigte eine sehr enge und aufmerksame Freifolge, die lediglich durch einen kleinen Patzer in der Kehrtwende getrübt wurde. Auch die Ablage meisterte er tadellos. Beim Apportieren bekam Arik den Reifen nicht gleich richtig zu fassen und so musste er zweimal nachfassen. Die Positionen zeigte der Rüde tadellos und auch die 1,80m Kletterwand sowie die Voraus-Übung waren eine sichere Sache. Zur Überraschung des Helfers, der mit einem Angriff auf den Arm gerechnet hatte und sich entsprechend positionierte, tauchte Arik bei der Stock-Attacke beispielhaft unter der Verteidigung des Helfers durch und erwischte das Standbein. Eine Griffverbesserung gönnte sich der Rüde dennoch bei dieser Übung. Den Angriff des Helfers in der Führerverteidigung beantwortete der Judifax Omar Sohn mit einer vehementen Beißattacke in den Oberschenkel. Der Helfer konnte Arik in der folgenden Belastungsphase zwar durch massiven aber nicht unfairen Einsatz des Arms unter dem Fang zu einem Umsetzen bewegen, der Rüde griff aber sofort wieder an und setzte sich im Unterschenkel fest. Arik trennte sofort auf Kommando, bewachte den Helfer und kam auf ein weiteres Kommando sofort zu Christian Erb. Die anschließende Flucht vereitelte der Dobermann vehement, ließ sich nicht abschütteln, trennte auf Kommando vorbildlich und kam zurück zum Hundeführer. 188,5 Punkte und durch den besseren Schutzdienst ein verdienter vierter Rang waren der Lohn dieser schönen Arbeit.
 Edmundo Franco aus Portugal folgte mit seiner Goya de Duques Negros. Die Hündin zeigte eine sehr führige Freifolge, überzeugte insgesamt durch eine sehr gute Unterordnung, auch die Ablage und die Positionen waren ok. Beim Apportieren verliert sie durch etwas zögerliches Reinkommen einen Punkt. Die Kletterwand meistert sie tadellos und auch das Voraus gelingt ihr beispielhaft. Im Schutzdienst-Teil allerdings fliegen ihr durch zwei Umsetzer bei der Stock-Attacke die ersten Punkte weg. Auch in der Führerverteidigung zeigte die Hündin Schwächen, die abschließende Flucht vereitelte sie allerdings wirkungsvoll. Insgesamt blieben 182,9 Punkte und damit der 8. Gesamtrang das Ergebnis dieser Vorführung.
Jack vom Forthof, ein fast sechs Jahre alter Malinois-Rüde wurde von Christian Stewien, dem anderen deutschen Teilnehmer, gegen 11:00 Uhr ins Feld geführt. Das Mitglied der Mondioringgruppe Straubing zeigte eine saubere Unterordnungsarbeit, eine ebensolche Ablage und eine tadellose Positions-Vorführung. Auch der Apport wurde von dem großen Rüden sicher, schnell und korrekt ausgeführt. Der Sprung über die Kletterwand war eine der leichteren Übungen für den Dovre Field Zeus Sohn. Im Schutzdienst büßte Jack durch Umsetzer in der Stock-Attacke und der Flucht sowie eines Auskommens in der ansonsten druckvollen Führerverteidigung einige Punkte ein und landete schließlich mit 185 Punkten auf einem beachtlichen siebten Gesamtrang. So hatten sich die beiden verbliebenen deutschen Teilnehmer mit Rang 4 und 7 mehr als beachtlich präsentiert. Dass beide aus der gleichen Trainingsgruppe kommen und sich bei ihrer ersten WM-Teilnahme gleich unter den Top-10 platzieren konnten ist angesichts eines fehlenden nationalen Verbandes um so höher zu werten.
Still wurde es im Stadion, als Silvia Thaler aus Südtirol mit ihrem eindrucksvollen Rüden Kogan von Stapperweg auf dem Feld einlief. Der zunächst etwas lustlos wirkende Rüde wurde von seiner Hundeführerin nach jeder Übung vorbildlich motiviert und absolvierte so eine tadellose Unterordnung mit nur minimalen Fehlern. Jede sauber absolvierte Übung wurde von der italienischen Mannschaft und den zahlreichen Fans auf der Tribüne frenetisch und lautstark gefeiert – um dann sofort bei der nächsten Übung wieder in andachtsvolle Stille zu versinken. So steuerte er beim Voraus etwas zu sehr zur Seite und verlor durch eine kleine Unaufmerksamkeit in der Freifolge einen Punkt. Im Schutzdienstteil zeigte sich Kogan allerdings voll da und leistete sich in allen drei Übungen nur  einen minimalen Punktabzug. Lediglich in der abschließenden Flucht biß er ein Mal nach, ansonsten waren seine Angriffe sehr durchsetzungskräftig, die Gehorsamsphasen bilderbuchmäßig und seine Vereitelung eines Angriffes auf seine Hundeführerin beispielhaft. Leider hatte er zu Anfang etwas zu viel Punkte liegen lassen, so blieben schließlich 191,5 Zähler übrig und damit sicherte sich dieses eindrucksvolle Team den zweiten Platz. Dem Lärm von der Tribüne nach zu urteilen wurde in Asti eine neue Mondioring-Königin geboren.
Jürgen Wolf aus Österreich präsentierte seinen Rüden Elgos Le Bosseur, einen sehr temperamentvollen und schnellen Malinois. Entsprechend engagiert verlief auch die Freifolge. Hier schlichen sich erste Flüchtigkeits-Fehler ein. Zwar bewältigte Elgos die Ablage sicher, aber sowohl beim Apport als auch beim Voraus leistete er sich kleinere Patzer. Was er an Punkten in der Unterordnung und dem Sprungteil verlor machte der kräftige Rüde durch harte Einstiege und sichere Griffe im Schutzdienst wieder wett, brauchte aber bei m Auslassen etwas länger. Insgesamt standen am Ende 177 Punkte und damit der 13. Rang zu Buche.
Mit ihrer Malinois-Hündin Alexa betrat die Norwegerin Therese Stöa den Parcour. Die Hündin und ihrer Führerin präsentierten eine fast tadellose Leistung mit einer sehr engen und aufmerksamen Freifolge, tadellosem Apport und sehr schellen und exakt auf dem Punkt ausgeführten Positionen. Auch das Voraus war fehlerfrei, im Sprung hatte die Hündin noch jede Menge Platz zwischen sich und dem Hindernis und zeigte sich auch im Schutzdienst vorbildlich. Die Attacke mit dem Stock geriet zur Augenweide, der Angriff in der Führerverteidigung wurde sofort „beantwortet“ und auf der Flucht hatte der Helfer nicht den Hauch einer Chance. Lediglich kleine Formfehler wie ein etwas zögerliches Auslassen kosteten einige wenige Punkte. Insgesamt erarbeiteten sich Therese und Alexa ganze 194,5 von 200 möglichen Punkten und sicherten sich damit Platz 1 in der Kategorie 1 – und somit den inoffiziellen Weltmeistertitel.
Brande Mali Hom hieß der Mali-Rüde, den die junge Russin Olga Averina vorführte. Ein sehr starker Hund mit superharten Einstiegen und vorbildlichem Ablassen, der im Schutzdienst-Teil voll überzeugen konnte. Leider wurde ihm sein Engagement in den Unterordungs-Teilen durch eine Menge kleiner Fehler zum Verhängnis. Zwar gelangen die Ablage und der Klettersprung ohne Beanstandung, beim Voraus lief er aber trotz Hörzeichen bis zum Begrenzungszaun bevor er zur Hundeführerin zurück lief, beim Apport ließ er den Reifen einmal fallen und bei den Positionen brauchte er ein Doppelkommando und rückte zudem seiner Hundeführerin insgesamt mehrere Meter entgegen. So blieben am Ende 173,5 Punkte und der 16. Rang übrig.
Weniger Glück als ihre Mannschaftskameradin hatte Irina Shmonina, die mit Fameux des leus Chapellois antrat. Bereits in der Freifolge unterlief ihr ein kapitaler Fehler, indem sie den vorgeschriebenen Weg verließ. Die Ablage geriet den stämmigen Rüden gut. Beim Apport wollte er zunächst vom geworfenen Reifen nichts wissen, holte sich statt dessen den bereits von einem Vorgänger zerbissenen Fußball, lief damit zum Reifen, versuchte dann beide aufzunehmen und entschied sich schließlich doch für den Ball, den er freudestrahlend zur Hundeführerin brachte.  Beim Voraus lief Fameux ebenfalls bis zum Begrenzungszaun durch und benötigte ein Doppelkommando zum Umkehren. Damit waren schon drei Übungen mit 0 Punkten zu bewerten. Bei der Stock-Attacke sauste der Hund zudem noch am Helfer vorbei und verlor somit wertvolle Sekunden und damit weitere Punkte. Die Führerverteidigung meisterte der Nother des loups Mutins Sohn dann mit einer kleinen Verzögerung und bei der abschließenden Flucht holte er sich den Helfer souverän. 164 Punkte und Rang 18 war das Ergebnis dieser Vorführung.
Das Gastgeberland Italien schickte seine junge Hundeführerin Anna Lattaro mit Fallingwater´s Absolute Beginner ins Feld. Die acht Jahre alte Hündin legte ein bemerkenswertes Temperament an den Tag und absolvierte die Unterordnungsteile sowie den Sprung tadellos. Bei der Stock-Attacke verfehlte sie erst den Helfer, bekam in dann zu fassen und hielt ihn sichtbar frustriert fest – auch als das Kommando zum Ablassen und Zurückkommen bereits 5 Sekunden lang gegeben worden war.  Auch die ansonsten gute und energische Fluchtvereitelung dauerte etwas zu lange. So holten sie am Ende 180 Punkte und den 9. Rang ins Ausrichter-Land.
Livia Bachmann aus Dänemark zeigte mit ihrem Malinois-Rüden Arick du Domaine Saint Loop eine sehr schöne Freifolge sowie perfekt auf den Punkt ausgeführte Positionen. Der Bogen beim Voraus war etwas groß aber ansonsten schnell und gerade. Die Stock-Attacke konnte den Rüden nicht beeindrucken, er ging voller Elan ans Werk und ließ sich nicht beeindrucken. Bei der Führerverteidigung patzte er allerdings etwas indem er den Angriff des Helfers auf den Hundeführer erst mit Verzögerung bemerkte, dann allerdings energisch reagierte. Die Flucht stellte dann kein Problem für Arick dar so dass dieses Team 179,5 Punkte und damit Rang 10 für sich verbuchen konnte.
Mit gut zwei Jahren war der von Steffan Bittner aus Österreich geführte Ike de Bosseur der jüngste Hund im gesamten Starterfeld. Seinen jugendlichen Übermut konnte man dem Rüden in einigen Teilen anmerken. So zeigte er sich etwas überdreht und unkonzentriert in den Unterordnungsteilen, machte dies aber durch einen tadellosen Apport-Abschluss wieder gut. Die Voraus-Übung versemmelte Ike dann leider völlig. Sowohl die Attacke mit dem Stock als auch die Führerverteidigung gelangen gut, lediglich in der Flucht schaffte es der Helfer den Hund einmal aus dem Griff zu treiben. Ike setzte aber sofort nach und so blieben nur wenige Sekunden abzuziehen. Für dieses junge Team blieben schließlich 178,5 Punkte und damit Rang 11.
175,5 Punkte und damit Rang 14 erkämpften sich Andrei Poboukovsky aus Russland und sein Deutscher Schäferhund Vint du Val des Hurles Vent. Der vierjährige Rüde absolvierte eine ruhige, versammelte Freifolge und zeigte einen fehlerfreien Apport und ebensolche Positionen, alles in gleichbleibend hoher Konzentration und etwas verhaltenem Tempo. Die Voraus-Übung geriet allerdings zum Desaster. Weder legte Vint die vorgeschriebenen 20m in angezeigter Richtung zurück noch kam er zurück zum Hundeführer. Mehrere Kommandos waren notwendig um den Hund wieder „einzufangen“. Die Kletterwand überwand der Obelix du Val des Hurles Vent Sohn allerdings tadellos. Im Schutzdienst-Teil blühten dann Hund und Hundeführer richtig auf. Mit einer wuchtigen, eingesprungenen Attacke direkt zur Brust des Helfers überzeugte Vint auch das raunende Publikum. Ebenso kompromisslos ging er bei der Führerverteidigung zur Sache, als er dem Helfer förmlich in den Oberarm flog. Gellenden Szenenapplaus erntete Vint dann bei der Flucht. Er sprang dem fliehenden Sebastian ungebremst ins Kreuz und bekam ihn ca. 15cm unterhalb des Genicks zu fassen.  Aus dieser Position ließ er sich nicht mehr abschütteln, trennte aber auf Kommando sauber und kam zurück zu einem sichtlich stolzen Andrei Poboukovsky.
Den Abschluß der Kategorie 1 – Prüfung machte der Belgier Marc Messian mit seinem Dingo van de Haantjeshoek. Marc ist in der Ringsport-Szene kein Unbekannter und führt auch im Belgischen Ring sehr erfolgreiche Hunde. So wurde es zum Schluß noch einmal spannend. Absolute Ruhe herrschte im Stadion, als Dingo und Marc eine sehr exakte, enge Freifolge hinlegten und auch die Ablage perfekt meisterten. Jede geglückte Übung wurde dagegen von der großen belgischen Equipe lautstark gefeiert.  Kleine Unsicherheiten beim Apport kosteten dann dem an der rechten Seite geführten Hund einen  Abzug, der Klettersprung wurde schön gezeigt. Voraus laufen wollte Dingo allerdings nicht mit aller Konsequenz, absolvierte die Übung aber im Rahmen.  Bei den Positionen hätte sich der Ring des Contes D´Hoffmann Sohn etwas schneller durchsetzen können. Die Stock-Attacke setzte Dingo sehr energisch und trennte sofort auf Kommando. Auch die Führerverteidigung bereitete dem massiven Malinois-Rüden keinerlei Probleme. In der Bewachungsphase lehnte er sich kräftig beim Helfer an und blieb so jederzeit Herr der Lage. Auch die Flucht vereitelte er mit Herz und so sprang für dieses Team am Ende der dritte Gesamtrang mit 190,5 Punkten heraus.
Von den 28 angetretenen Teams konnten acht nicht die Mindestpunktzahl von 160 Zählern erringen. Weitere drei Teilnehmer, alle aus Deutschland, hatten aus verschiedenen Gründen ihre Hunde zurück gezogen.


Kategorie 2
10 Teams starteten am Freitag in Asti in der Kategorie 2. Bei durchgehend schönem Spätsommerwetter erlebte die voll besetzte Tribüne einen schönen und spannenden Wettkampf.
Die Prüfung in der Kategorie 2 begann nach der Anmeldung und der Bestimmung des übernächsten Starters durch das Los mit den Positionen. Dazu wurde der Hund in der Strand-Ecke in den Sand gelegt, der Hundeführer entfernte sich einige Meter und hatte in einem der Liegestühle zu sitzen während er die entsprechenden Kommandos gab. Die Ablage des Hundes folgte dann auf der Seufzerbrücke. Während der Abwesenheit des Hundeführers wurde dann eine Eimerfüllung  Wasser  in die Luft geschleudert und prasselte laut auf den Platz im Gesichtsfeld des Hundes. Die Freifolge führte Hund und Hundeführer, neben den obligatorischen Stops, über die Rückwand ins Boot mit anschließender Kehrtwendung und einer erneuten Kletterpartie raus aus dem Boot. Beim anschließenden Apport musste eine aus ca. 20 kurzen Weidenhölzchen bestehende Platte vom Hund zurück geholt werden. Zur Futterverweigerung nahm der Hund dann in einer durch Weinreben, große Korbflaschen und übergroße Pilze gestalteten Nische Platz und bekam von einer in einem Liegestuhl hinter der Nische sitzenden Person leckeren italienischen Kochschinken gereicht. Eine besondere Schwierigkeit stellte die Suche nach einem Holzblock dar. Der Hundeführer bekam bei der Anmeldung ein kleines Vierkant-Holz, welches geruchsneutral verpackt war. Er konnte diesen Holzblock dann während der ersten Übungen ohne Verpackung am Körper tragen um so seinen Geruch auf das Holz zu übertragen. Bei der Such-Übung hatte der Hundeführer dann eben diesen Block genau auf eine weiße Linie der Tartan-Bahn zu legen. Ein Helfer legte dann drei weitere, genau gleich aussehende Hölzer daneben auf die Bahn. Aufgabe des Hundes war es, die Holzblöcke auf dem gesamten Spielfeld zu suchen, zu finden und aus den vier gleichen Blöcken das mit dem richtigen Geruch zum Hundeführer zu bringen. Anschließend waren zwei Sprünge zu absolvieren, von denen einer auf jeden Fall der Hin- und Rücksprung über die 1,20m-Hürde sein musste. Beim zweiten Sprung konnte der Hundeführer zwischen dem Klettersprung (maximal 2,30m) und dem Weitsprung (maximal 4,0m). Selbstverständlich kann der Hundeführer auch geringere Höhen bzw. Weiten einstellen lassen, für die Bewältigung dieser niedrigeren Höhen und Weite gibt es dann allerdings auch weniger Punkte. Der Schutzdienst-Teil begann mit der Flucht eines Helfers inklusive Schüssen, gefolgt von der Attacke mit dem Stock, bei welcher der Hund den Helfer hinter einer Barriere aus großen Regenfässern angreifen musste. Bei der darauf folgenden Streife nach dem Helfer stand der zu stellende und durch mindestens einen Bell-Laut anzuzeigende „Bösewicht“ in einem Zeltversteck, dessen Öffnung zum kleinen Gartenhäuschen zeigte. Der Hund hatte selbstverständlich vorher nicht gesehen wohin sich der Helfer begab.  Hatte der Hund den Helfer gefunden und angezeigt schloss sich daran unmittelbar der Transport an. Hierbei bleibt der Hund immer in der Nähe des sich frei bewegenden Helfers. Der Hundeführer folgt diesem „Team“ in weitem Abstand – wie immer ohne weitere Kommandos. Während des Transports versucht der Helfer insgesamt drei Mal vor dem Hund zu flüchten, hat aber nach dem Anbiss des Hundes die Flucht einzustellen und auf das Trenn-Kommando des Hundeführers und dem Trennen des Hundes erfolgt der weitere Transport. Bei den Fluchtversuchen darf der Helfer alle auf dem Platz befindlichen Hindernisse und Gerätschaften nutzen um den Hund abzulenken und zu blockieren. In der Kategorie 2 war dies die Barriere, die der Hund zuvor bei der Stock-Attacke überwinden musste.  Auf diesen ca. 200m langen Transport folgte dann der Angriff mit Gegenständen. Hierbei greift ein Hund einen sich mit Gegenständen wehrenden Helfer an. Der Helfer versucht seinerseits mittels der Gegenstände, den Hund vom Beißen abzuhalten und/oder ihn während der Beißphase mittels der Gegenstände aus dem Griff zu bekommen. Als Blockade-Gegenstände standen dem Helfer hierbei ca. 25 leere Plastikflaschen, die durch mehrere Schnüre miteinander verbunden waren zur Verfügung. Die Führerverteidigung bildete den krönenden Abschluss dieser Prüfung. Dabei platzierter man den Hund mit Hundeführer in der Leonardo da Vinci Ecke, der erste Helfer erklärte gesten- und wortreich die Besonderheiten der weltberühmten Mona Lisa, verabschiedete sich vom Hundeführer und übergab an den zweiten Helfer, der nun seinerseits auf die Besonderheiten der Kunstwerke Leonardos einging, unter anderem indem er eine der umher stehenden Schaufenster-Puppen direkt auf den Hundeführer beugte um ihm etwas zu zeigen. Anschließend bat der erste Helfer Hund und Hundeführer zur Ballschleuder, wo der Hundeführer zwei Bälle abfeuern musste, denen der erste Helfer nachlief und sie auffing. Während des zweiten Schusses griff nun der zweite Helfer den Hundeführer im Rücken an – was eine sofortige Reaktion des Hundes zur Folge haben sollte. Wie schwer diese Prüfung war zeigt sich unter anderem daran, dass von den zehn gestarteten Teams lediglich vier die erforderliche Mindestpunktzahl von 240 Punkten (von maximal 300 Punkten) erreichen konnten.
Als Helfer kamen, wie bereits in der Kategorie 1 am Vortag Samuele Constantini (Angriff mit Gegenständen, Führerverteidigung) und Olivier Laguesse (Stock-Attacke, Flucht, Streife nach dem Helfer mit Transport, Führerverteidigung) zum Einsatz. Gerichtet wurde diese Prüfung von den Richtern Stephane Huber aus der Schweiz und Valeer Linclau aus Belgien, unterstützt vom Commissario Mauricio Oddone.
Als zweites Team – der erste Hund hatte in großen Teilen gepatzt und konnte die Mindestpunktzahl nicht erreichen – betrat am frühen sonnigen Morgen der Franzose Claude Munto mit seinem Deutschen Schäferhund Viktor des Legendaires Vanova das Stadion. Der erfahrene Hundeführer zeigte eine rundweg gelungene Vorstellung und führte seinen Hund konzentriert und besonnen durch die insgesamt ca. 25 Minuten dauernde Prüfung.  Die Positionen waren für den vier Jahre alten Rüden kein Problem. Aus der Ablage auf der Seufzerbrücke ließ sich Viktor nicht hervorlocken und auch die Freifolge war ohne größere Beanstandungen schnell absolviert. Beim Voraus benötigte Viktor dann allerdings ein zweites Kommando um sich vom Hundeführer zu lösen, absolvierte dann die in Kategorie 2 mindestens 30m lange Distanz bis zur Umkehr-Markierung und kam auch schnell wieder zum Hundeführer zurück. Beim Apport kostete einmaliges Fallenlassen des Apportier-Gegenstandes einige Punkte und leider fand Viktor trotz intensiver Suche das Holz des Hundeführers nicht und erntete damit einen Nuller. Bei den Sprüngen entschied sich Claude Munto für den Klettersprung als zweite Möglichkeit. Bei beiden Sprüngen absolvierte sein Rüde zunächst einen Sicherheits-Sprung über eine niedrigere Höhe und durfte dann jeweils noch einmal über höhere Hürde und Kletterwand, um sich die volle Punktzahl zu sichern. Die Flucht vereitelte er genauso wuchtig wie er den Angriff bei der Stock-Attacke setzte. Allerdings konnte der Helfer ihn zum einmaligen Umsetzen vom Arm auf die Brust bewegen. Bei der anschließenden Streife nach dem Helfer fand er diesen sofort und verbellte gut und anhaltend. Der drauf folgende Transport begann zunächst gut, auch die erste Flucht war schnell vereitelt. Durch den Sprung über die Tonnen-Barriere ließ sich Viktor allerdings völlig aus dem Konzept bringen und der Helfer nahm ihm sowohl hier als auch bei der anschließenden dritten Flucht jeweils einige Meter ab. Dabei hatte sich bei dem Onyx des Legendaires Vancovia Sohn derart viel Frust angesammelt, den er dann bei der Attacke mit den Gegenständen abreagierte. Mit einem vehementen Angriff aus vollem Lauf sauste er durch die umher wirbelnden Flaschen hindurch, verbiss sich in der Brust des Helfers und streckte diesen zu Boden. Lauter Szenenapplaus war die Folge. Auch die abschließende Führerverteidigung bereiteten kein großes Problem und so landete dieses freundliche, sympathische und hervorragend harmonierende Team mit 257 Punkten auf dem zweiten Gesamtrang in dieser Kategorie.
Bereits beim dritten Starter an diesem Tag wurde es sehr ruhig im Stadion. Betrat doch mit Jos Helsen aus Belgien einer der erfahrensten Mondioring-Sportler das Feld. Mit seinem Malinois Kelistan Eboets hatte er in dieser Saison bereits an 16 Prüfungen teilgenommen und einen Großteil davon gewonnen. Der siebzehnte Start in diesem Jahr sollte der krönende Abschluss werden. Der rechts geführte Rüde begann mit beispielhaft exakten Positionen und bewegte sich kaum nach vorne. Auch die Ablage und die Freifolge waren sehr exakt und sauber. Leider patzte Kelistan beim Voraus und rannte zwar über die Linie, leider aber außerhalb der Begrenzungen. Beim Apport ging der Rüde schnell zum Gegenstand und brachte ihn ebenfalls schnell und direkt.  Dem italienischen Schinken konnte er nicht wiederstehen und ließ es sich schmecken. Dafür fand er den Holzblock seines Hundeführers auf Anhieb und brachte diesen zügig zurück. Die beiden Sprünge in die Höhe waren kein Problem für den wuchtigen Hund. Auf der Flucht hatte der Helfer ebenso  wenig eine Chance wie bei der Stock-Attacke. Harte Einstiege und gut gehaltene Griffe sowie ein sauberes Trennen kennzeichneten diese Teile des Schutzdienstes. Besonders war dabei das Springen des Hundes in der Vorbereitungsphase zu diesen Übungen. Sobald der Hund den Helfer sah sprang er von den Vorderbeinen auf die Hinterläufe und zurück. Diese besondere Art der Laola-Welle absolvierte er direkt neben seinem Hundeführer und bewegte sich nicht von dessen Seite. Erst auf Kommando schnellte der Rüde nach vorne. Bei der Streife nach dem Helfer fand Kelistan diesen schnell, umrundete ihn in seinem Zeltversteck einmal um ihn dann zu verbellen. Am engen Transport und den sofort vereitelten Fluchten war nichts auszusetzen. Vor lauter Übereifer verfehlte der Zep-Sohn bei der Attacke mit den Gegenständen zunächst den Helfer und benötigte dann einige Sekunden um sich durch die umher wirbelnden Flaschen zu arbeiten. Bei der Führerverteidigung konnte sich Jos auf seinen Rüden absolut verlassen. Sobald der Helfer angriff saß ihm der Hund sofort im Oberschenkel und ließ sich nicht mehr abschütteln. Auch die Bewachungsphase nach dem Angriff war sehr gut. Hatte es gereicht zum Sieg? Ja, es hatte. An den 261,5 Punkten kam niemand mehr vorbei und so nahm Jos Helsen den Sieger-Pokal in der Kategorie 2 mit nach Belgien. Was anschließend lauthals und feuchtfröhlich bis in die Nacht gefeiert wurde. „Mit dem schlechtesten Ergebnis des Jahres habe den größten Pokal abgeräumt,“ schmunzelte ein sichtlich stolzer Jos Helsen anschließend.
Den letzen Podiums-Platz in der Kategorie 2 sicherte sich direkt danach mit 248,5 Punkten Celso Alva aus Portugal mit Garra de Duques Negros. Die Positionen nahm die Malinois-Hündin sehr schnell und exakt ein, auch die Ablage, der Apport und die Futterverweigerung ging voll in Ordnung. Leider fand auch Garra den Holzblock nicht und vertendelte sich leicht in der Freifolge.  Springen machte ihr aber offensichtlich großen Spaß, absolvierte sie doch die beiden Sprünge in die Höhe mit Maximal-Höhe in schöner Selbstverständlichkeit. Die Flucht vereitelte sie mit einem beherzten Biß in das Hinterteil des Helfers. Ebenso ungestüm wollte sie auch bei der Stock-Attacke zu Werke gehen, sprang aber viel zu flach über das Hindernis und setzte mit den Hinterläufen an. Ein Sturz und einige fehlende Sekunden bis zum Anbiss waren die Folge. Weitere Schäden trug sie allerdings nicht davon. Die Streife nach dem Helfer absolvierte sie schnell und sicher und beim ersten Fluchtversuch während des Transports biss der Helfer im wahrsten Sinne des Wortes ins Gras. Bewacht wurde während der Transportphasen indem die Hündin mit dem Kopf zwischen den Beinen des Helfers lief. Das sieht zwar sehr spektakulär aus, kann aber bei einem gewitzten Helfer zum Nachteil gereichen. So auch hier, Olivier führte sie an der Barriere komplett in die Irre und nahm ihr auf der zweiten Flucht ca. 20m ab bis es zur Fluchtvereitelung kam. In gewohnter Durchschlagskraft griff die Hündin auch den Helfer mit den Gegenständen an – und wurde wieder ein Opfer ihrer Geschwindigkeit indem sie ihr Ziel zunächst verfehlte und einen zweiten Versuch brauchte. Der gelang ihr dann allerdings hervorragend. Bei der Führerverteidigung leistete die Plins Des Contes D´Hoffmann sich dann keinerlei Schwächen mehr und so reichte es insgesamt gerade noch zu Platz Drei.
Die in diesem Falle nicht undankbare Holzmedaille ging in die Schweiz. Anita Zürcher führte ihren Rüden Arek de La Fribourgeoise konzentriert und mit gutem Gehorsam vor. So gelangen ihr die sämtlichen Unterordnungsteile ausnahmslos sehr gut, auch die Sprünge gelangen ohne Probleme. Die Flucht des Helfers war schnell zu Ende, sicher packte der Malinois-Rüde zu. Bei der Stock-Attacke konnte sich der Helfer dem Angriff einige Sekunden entziehen, hier purzelten die Punkte. Den Angriff setzte der Rüde schließlich da hin wo es (wenn man keinen besonderen Schutz tragen würde) besonders weh tut…. Die Suche nach dem Helfer war schnell erfolgreich beendet und die Flucht aus dem Versteck heraus endete mit unsanftem Bodenkontakt des Manns im Costume. Auch beim zweiten Fluchtversuch musste Oliver die Hände zu Hilfe nehmen um nicht wieder komplett am Boden zu landen. Von der Barriere ließ sich Arek nicht lange beeindrucken, nur wenige Meter weit kam der enteilende Helfer bis ihn der kräftige Hund am Oberarm erwischte. Die Gegenstände hielten Arek nur sehr kurz vom Zupacken ab, allerdings setzte er bei der folgenden Kampfhandlung ein Mal um und biss mehrfach nach. Dass er bei einem Angriff auf seine Hundeführerin keinen Spaß versteht bewiess Arek vehement, hatte diesen dann aber sichtlich bei der Auseinandersetzung mit dem Helfer. Insgesamt blieb die Punkte-Uhr bei 244,5 Zählern stehen.

Kategorie 3 – Weltcup
Die eigentliche Weltmeisterschaft wurde in der Kategorie 3 ausgetragen. Hierfür waren zu Anfang die Tage Samstag und Sonntag vorgesehen. Die insgesamt 34 Starter hätte man zwar an diesen beiden Tagen unterbringen können wenn man ohne Pause gearbeitet hätte. Allerdings wäre es  bei geschätzter Prüfungsdauer von 45 Minuten pro Hund immer noch ein sehr straffes Programm für alle Beteiligten geworden zudem hätten die Sonntag-Starter (alle die bis Samstag Abend nicht per Los gewählt worden waren) einem Vorteil gehabt und hätten theoretisch die Prüfung über Nacht nachstellen und trainieren können. So entschloss sich das Richter-Gremium aus den Herren Yves Dambrain (Belgien) und Carlo Oppizzi (Italien) gemeinsam mit den beiden Kommissaren Valeer Linclau (Belgien) und Stephane Huber (Schweiz) dazu, die  Prüfung in drei Teile zu untergliedern. Bereits am Freitag fanden die Sprung-Wettbewerbe auf einem angrenzenden Fußballplatz zeitgleich zur Prüfung der Kategorie 2 statt. Was dazu führte dass diese Teilübung fast ohne Publikum vonstatten ging. Spektakuläres war nicht zu berichten, lediglich die Menge der Doppel-Versuche fiel auf. Am Samstag sollte dann ein Teil der Unterordnung und des Schutzdienstes für alle Starter geprüft werden bevor am Sonntag dann die restliche Unterordnung  und die punktemäßig sehr wichtige Führerverteidigung an der Reihe war. Damit hatte man zwar die Prüfung auseinander gerissen und gönnte den Hunden gleichzeitig eine sonst nicht übliche Erholungspause, hatte aber durch die Zwischenstände am Samstag Abend insgesamt einen spannenden Wettkampf. Die beiden Helfer in der Kategorie 3 waren Patric Corpataux aus der Schweiz und Jeremy Billod aus Frankreich.
Am Samstag begann das Prüfungs-Programm mit der Freifolge, die durch obligatorische Stops, Wendungen und Winkel gespickt war, allerdings keinem Hund größere Probleme bereiten sollte. Die Suche nach dem Holz-Gegenstand hatten die Veranstalter direkt unter das Modell des Gleitfliegers von Leonardo da Vinci platziert. Der Hund musste den richtigen Holzblock erkennen, während die Flügel des Gleitfliegers langsam auf- und abwärts schlugen. Für die Positionen wurde der Hund auf einer freien Fläche im wahrsten Sinne des Wortes abgestellt – die Grundposition für diese Übung war die Position „Steh“. Der Hundeführer begab sich daraufhin in das Miniatur-Gartenhäuschen, schaute mit dem Kopf aus dem gerade so passenden kleinen Fenster und gab so die ihm von einem Richter angegebenen Kommandos. Anschließend verließ der Hundeführer das Häuschen wieder, stellte sich direkt davor und erst auf Signal des Richters wurde der Hund aus seiner letzten Position abgerufen. Es folgte die erste Flucht quer über das Spielfeld. Hierzu beorderte man das Hund/Mensch-Team auf die Tartanbahn direkt vor der Tribüne, der Helfer zeigte sich kurz indem er hinter dem Gartenhäuschen hervorsprang, begab sich kurz wieder außer Sicht um dann wieder im Sichtfeld des Hundes das Weite zu suchen. Auf Kommando des Hundeführers preschte der Hund los, an einer Sprunghürde vorbei, hinter der ein zweiter Richter stand, der mittels Farbsignalen die Art der Flucht angab. Sobald der Hund am Signalgeber vorbeigerannt war, hob dieser entweder das grüne Signal für eine Flucht oder das rote Signal als Zeichen für die abgebrochene Flucht, bei welcher der Hund möglichst kurz vor dem Erreichen des Helfers per Kommando zum Abbruch des Angriffs ohne Biss und zurück zum Hundeführer beordert wurde. Wann welche Flucht an der Reihe war blieb jeweils dem Geschmack des Signalgebers vorbehalten. Auf diese Flucht folgte der Angriff mit den Gegenständen. Diese bestanden hier aus zwei überdimensionalen Püscheln aus gelben Kunststoffbändern, die der auf einem zu einem römischen Tempel stilisierten Wagen dazu benutzte, sich die angreifenden Hunde möglichst lange vom Körper zu halten. Der Hund musste dabei eine mit rotem Teppich bespannte Rampe erklimmen um an den Helfer zu gelangen. Während der Beiss- und Belastungsphase bewegte sich der Helfer über diese Rampe wieder vom Wagen und verschaffte sich und dem Hund so mehr Raum. Auch hier beendete das Kommando des Hundeführers (auf Signal des Richters nach mindestens 10 Sekunden Belastung) die Attacke des Hundes und beorderte ihn zurück. Nach soviel Aufregung kam dann mit der Gegenstandsbewachung eine eher ruhige aber gleichzeitig mental sehr schwere Übung. Der zu bewachende Gegenstand bestand hierbei aus einem Kinder-Gartenstuhl aus Plastik, an den einige Luftballons befestigt waren. Diese Ballons waren so straff aufgepumpt dass sie bei stärkerer Berührung platzten. Aufgabe des Hundes ist das Bewachen dieses Gegenstandes, während die Helfer abwechselnd dreimal versuchen, dem Hund diesen Gegenstand zu stehlen. Dabei sind Einschläferungs-Taktiken genauso erlaubt wie massive Anreizung des Hundes um ihn möglichst früh vom Gegenstand weg zu locken und zum Angriff zu provozieren. Perfekt ist die Übung, wenn der Hund den in der Mitte eines 2m-Kreises stehenden Gegenstand solange bewacht bis der Helfer diesen inneren Kreis betritt. Der Hund muss nach der erfolgten Attacke dann auch selbständig ohne Kommando vom Helfer ablassen und zum Gegenstand zurück kehren, während der Helfer versucht, den Hund mittels seiner Aktionen im Griff zu lassen und vom Gegenstand weg mit zu nehmen. Den dritten Versuch unternahm der Helfer, indem  er mit zwei Stühlen bewaffnet sich dem Hund näherte und versuchte, den angreifenden Hund mittels der Stühle zu blockieren und gleichzeitig den Gegenstand zu erreichen und mit ihm zu fliehen. War diese lange Übung schließlich absolviert folgte die zweite Flucht. Hierbei wurde, abhängig ob die erste Flucht durchgezogen oder abgebrochen worden war, das jeweilige Übungs-Gegenteil abgeprüft. Soviel zum Samstags-Teil.
Am Sonntag war dann zuerst der Apport einer Schwimmweste an der Reihe, gefolgt von einer Futterverweigerung, die vom Übungsaufbau ähnlich der Kategorie 2 Übung war, nur dass der Schinken-Fütterer diesmal nicht versteckt war sondern offen hinter der Nische stand. Die darauf folgende Ablage war eher ein Absitzen weil der Hund in einem Feld abgesetzt werden musste, der Hundeführer sich entfernte und in dessen Abwesenheit zwei Fußbälle mit dem Katapult abgeschossen wurden. Keinen der Hunde konnte diese Übung in irgend einer Weise aus der Fassung bringen, alle passierten diesen Prüfungsteil perfekt. Die Voraus-Übung über mindestens 40m schloss sich daran an bevor endlich wieder gebissen werden durfte. Die Attacke mit dem Stock entsprach in ihrem Aufbau dem der Kategorie 2, auch hier mussten die Hunde die Tonnen-Barriere überspringen, allerdings griff der Helfer zunächst mit zwei Stöcken an und die Belastungsphase wurde nochmals intensiviert. Die Führerverteidigung begann der Hundeführer in einem Stuhl sitzend mit seinem Hund zur Seite, begab sich dann auf die Seufzerbrücke, wo er den ersten, dort platzierten Helfer abholte, mit ihm gemeinsam zum zweiten Helfer ging, diesen antippte, worauf der zweite Helfer sich umdrehte und den Hundeführer begrüßte, während der erste Helfer weiter lief und sich in der Strandecke auf einem Stuhl hinter einem Liegestuhl setzte. Der Hundeführer führte darauf hin den zweiten Helfer – und eine Dreier-Gruppe aus Richtern und Kommisären – ebenfalls zur Strandpromenade, wo er es sich in den Liegestuhl vor dem bereits sitzenden Helfer bequem machen durfte. Die Richter und Kommisäre sowie der zweite Helfer nahmen ebenfalls in noch freien Liegestühlen Platz. Sobald alle einen Sitz gefunden hatten, standen die Richter und Helfer nacheinander ruckartig auf, setzten sich wieder und standen wiederum auf. Die beiden Helfer tauschten die Positionen und erneut begann das Auf und Nieder der Gruppe. Nach dem zweiten Auf griff der hinter dem Hundeführer stehende Helfer diesen an. Hierzu bewegte er seine Hände ruckartig in Richtung Schultern des Hundeführers, bremste dann seine Bewegung ruckartig ab und berührte den Hundeführer ohne das sonst so oft gehörte klatschende Geräusch. Dieses wurde so vom Richter vorgegeben und sollte noch zu einigen Diskussionen führen. Den Abschluss der Kategorie 3 Weltmeisterschafts-Prüfung war die Streife nach dem Helfer. Hierzu begab sich der Helfer in das genuesische Handelsschiff, setzte sich in einen Stuhl im Heck und war so nur noch zu erahnen. Der Hund hatte nun drei Minuten Zeit, den Helfer zu finden und zu verbellen. Anschließend folgte noch der Transport durch mehrere große Weinfässer, die der Helfer zur Blockade des Hundes benutzte, über die Seufzer-Brücke, ebenfalls eine schönes Ablenkungs-Instrument und schließlich bis vor die Tribüne, wo direkt vor den Augen des Publikums die dritte Flucht und die Bewachungsphase die Prüfung abschloß.
Insgesamt starteten 34 Hundeführer in dieser mit vielen Details und Schwierigkeiten gespickten Weltmeisterschafts-Prüfung. Den Grad der Schwierigkeit konnte man am Ende schon anhand der Ergebnisliste nachvollziehen. Nur 10 Teilnehmer erreichten oder überschritten die Mindestpunktzahl von 300 (von 400 maximalen) Punkten. Im Weiteren möchten wir uns auf diese Hundeführer konzentrieren. Allerdings nicht ohne zu erwähnen dass auch Hunde knapp unter der 300er Grenze sehr ansprechende Leistungen gebracht haben und sich einer Weltmeisterschaft würdig erwiesen haben. In einer so jungen Sportart wie dem Mondioringsport geht das Leistungsspektrum der Teilnehmer-Länder doch relativ weit auseinander. Eingefleischte Ringsport-Länder wie Frankreich und Belgien mit einer Fülle von Prüfungen und Trainingsmöglichkeiten können sich zu Recht als die Wiege des Ringsports bezeichnen und haben sicherlich einen enormen Wissens- und Trainingsvorsprung. Dass andere Länder dem nicht tatenlos zusehen sieht man an den sehr starken Mannschaften aus Nordeuropa und vor allen Dingen aus der Schweiz, Italien und Portugal. Auch die neue Welt mit den Vertretern der USA ist den führenden Nationen dicht auf den Fersen. Fast alle Nationen und Sportler besuchen die Ringsport-Nationen Belgien und Frankreich regelmäßig und holen sich hier Anreize und „Hausaufgaben“ für das weitere Training. In anderen Ländern wie Deutschland und Österreich werden intensive Anstrengungen unternommen, Mondioring auf nationaler Ebene zu etablieren. Ob nun offizielle Sportart im Nationalverband oder nicht, allen Hundesportlern gemein ist die Liebe zu ihrem Sport, ihre Freude an der Arbeit mit ihren Hunden und ihr Engagement für die Sache an sich.
Erster Hund am Samstag war Tzigane du Haut de L´Arize, der von seinem Hundeführer Christan Cabernet aus Frankreich vorgeführt wurde. Bei noch sehr nebligem Morgenwetter absolvierte das Team eine sehr enge und konzentrierte Freifolge, fand den Holzblock schnell und sicher und leistete sich auch in den Positionen keine Blöße. Beide Fluchten zeigte der Rüde sehr schön und energisch mit tollem Gehorsam. Beim Angriff mit dem Gegenstand fand er zunächst keinen Griff und verlor so einige Sekunden. Auch bei der Gegenstands-Bewachung griff er beim ersten Versuch eine Kleinigkeit zu früh an, der zweite und dritte Versuch waren schlicht und einfach perfekt. So verließ Christian Cabernet mit ziemlich vielen Punkten und auf Podiumskurs das Stadion.
Kristian Gervasio aus Italien betrat nun mit Unic de Volcain den Parcours. Der kräftige Rüde zeigte sich in den Unterordnungsteilen in sehr guter Verfassung, robbte sich in den Positionen allerdings etwas vor und ließ sich bei der Attacke mit den Gegenständen ebenfalls für einige Sekunden ablenken bevor er den Helfer zu fassen bekam. Die beiden guten Fluchten rundeten eine durchweg solide Leistung ab. Nur in der Gegenstands-Bewachung verlor er einige Punkte weil er den ersten Angriff sehr früh startete und sich einige Meter mitziehen ließ. Auch hier konnte man auf den Sonntag gespannt sein. Kristian Gervasio ist einer der Motoren des italienischen Mondioring-Sports und fungiert als Trainer und Helfer im ausrichtenden Nakuru-Klub in der Nähe von Asti.
Aus der starken belgischen Mannschaft schaffte sich Gerdi Huyghe mit Apie van den Duvetorre die besten Aussichten auf eine Top-Platzierung. Der Rüde leistete sich kaum Schwächen und absolvierte eine schöne Freifolge, eine vorzügliche Suche nach dem Holz sowie eine schnelle, wuchtige Attacke mit den Gegenständen. Seinen Gehorsam zeigte er bei der abgebrochenen Flucht ebenso eindrucksvoll wie seine Disziplin und Übersicht in der Gegenstands-Bewachung. Auch die abschließende Flucht zog er voll durch und ließ dem Helfer keine Chance.
Mit dem jungen Gilles Alexandre und seinem Hund Polka du Domaine de Boogie schickten die Franzosen ein mit vielen Erwartungen bedachtes Team in diesen Weltmeisterschafts-Wettkampf. Die Freifolge absolvierte das Team, ebenso wie die gesamte Prüfung, sehr konzentriert und zügig. Wenn es überhaupt etwas an der Art der Vorführung zu bemerken gibt dann die Tatsache dass die Hündin etwas freudiger hätte laufen dürfen. An den Übungsausführungen selbst war nur wenig zu bekritteln. Die Freifolge und die Suche nach dem Gegenstand waren tadellos, auch die Positionen absolvierte Polka auf der Stelle, sicher und schnell. Die abgebrochene Flucht war beispielhaft, erst einen Meter vor dem Helfer kam das Kommando zum Abbruch, worauf die Hündin sofort abdreht und zum Hundeführer zurück kommt. Auch die gelben Bänder bei der Gegenstands-Attacke konnten Polka in keinster Weise schockieren. Sofort fasste sie im Arm des Helfers zu und ließ sich nicht mehr abschütteln. Die Gegenstands-Bewachung wurde von der 9 Jahre alten Hündin zwar mit etwas Abstand zum Gegenstand ausgeführt, allerdings wurden alle Versuche, ihr den Kinderstuhl zu entreißen vehement vereitelt. Selbst als der Helfer im dritten Versuch bereits seinen großen Stuhl zwischen Polka und den Gegenstand gebracht hatte griff die Hündin voller Elan in dem Moment an als der Helfer den Gegenstand greifen wollte. Der Angriff war so kräftig dass dem Helfer der bereits sicher geglaubte Gegenstand wieder aus der Hand gerissen wurde. Für diese Leistung sollte Polka am Ende mit einem Extra-Pokal für die beste Gegenstands-Bewachung ausgezeichnet werden. Zu einem Unfall kam es dann bei der abschließenden Flucht, als die Hündin den Helfer mit aller Kraft stellte, in der anschließenden Belastungsphase aber umsetzen wollte und sich dabei das ungeschützte Gesicht des Helfers aussuchte. Eine Rißwunde auf der Stirn und zwei kleine Punktierungen unter dem Auge waren das Resultat dieses, durch einen sehr massiven Körpereinsatz des Helfers zumindest stark provozierten „Übergriffs“. Die Hündin wechselte allerdings auch sofort wieder in den Anzug so dass es bei diesen eher oberflächlichen Wunden blieb und Herr Billod aus Frankreich seine Helfertätigkeit weiterhin ausüben konnte. Am Samstag hatten Gilles und Polka also alles richtig gemacht und sich ein schönes Polster geschaffen.
Lautstark wurde der amtierende Weltmeister im Mondioring des Jahres 2007 begrüßt. Unter ohrenbetäubendem Lärm betraten Jean Jaques van den Breeden mit seinem Boby die Arena und legten mit einer tollen Freifolge und einer eindrucksvollen, schnellen Suche den Grundstein für eine Top-Platzierung. Die sehr gute Leistung setzte sich in perfekt auf der Stelle gezeigten Positionen fort. Die abgebrochene Flucht vollführte Boby vorbildlich, das sehr spät gegebene Abbruch-Kommando setzte der Rüde sofort um und kam zum Hundeführer zurück. Die wallenden gelben Bänder irritierten Boby dann etwas und so brauchte er ca. 2 Sekunden bis er sich im Helfer verbeißen konnte, ansonsten war diese Übung ebenfalls sehenswert. Den Gegenstand bewachte der neun Jahre alte Malinois-Rüde vorbildlich, leider passierte dem Helfer beim dritten Versuch ein Mißgeschick. Boby griff den Helfer an als dieser den Gegenstand aufnahm und wegsprintete, bekam ihn aber nur ganz leicht am Bein zu fassen. Der Helfer bemerkte diesen Anbiss nicht und setzte seine Flucht fort – worauf Boby aus dem Griff kam und nachsetzen musste. Das alles passierte direkt vor den Augen des Tribünen-Publikums, welches seinen Unmut über diese Regelwidrigkeit deutlich zum Ausdruck brachte. Der Helfer entschuldigte sich sofort beim Hundeführer und die Prüfung wurde teilbewertet. Bei der abschließenden Flucht ließ Boby keinen Zweifel aufkommen und vereitelte diese mustergültig. So war das Podium zumindest in Reichweite, ob es noch zu einer Titelverteidigung reichen würde musste der Sonntag zeigen.
Auch Christian Laurier aus Frankreich hatte sich vorgenommen, bei der Platzvergabe ein gehöriges Wort mit zu reden. Seine große Malinois-Hündin Ana de la Petite Renardiere war der gleichen Ansicht. So legten sie eine erstklassige Freifolge und eine ebenso tadellose Suche nach dem Gegenstand hin, gefolgt von exakten Positionen, die Ana schnell einnahm, allerdings ein Doppelkommando beim ersten Positionswechsel benötigte und sich insgesamt ca. 1m vorarbeitete. Die abgebrochene Flucht zeigte die erst drei Jahre alte Hündin mustergültig, rannte nach einem sehr späten Abbruch-Kommando dicht am Helfer vorbei – und machte ihrem Unmut über den Abbruch mit einem lauten Brummen in Richtung Helfer Luft, als wolle sie sagen: „Wart, dich krieg ich noch wenn ich darf!“ Einige Sekunden und damit Punkte büßte die sehr schnell angreifende Hündin bei der Attacke mit Gegenständen ein als sie zunächst vom Helfer auf Distanz gehalten werden konnte. Die Gegenstands-Bewachung war beim ersten Versuch sehr eng und der Angriff erfolgte erst, als der Helfer unmittelbar vor ihr stand. Beim zweiten und dritten Versuch war Ana dann etwas früh dran, blieb aber im Rahmen. Und bei der abschließenden Flucht machte sie dann ihre Ankündigung wahr und schickte durch ihren vehementen Einstieg den Helfer fast zu Boden.
Aus den Vereinigten Staaten von Amerika führte Lisa Geller ihren Mangouste du Loups du Soleil vor, einen kräftigen, dunklen Rüden, der seiner Hundeführerin sehr gut folgte. Bemerkenswert war ihr Kommando für „Fuß“. Während man die sonst recht geläufigen Begriffe wie Foot, Fuß, Folgen oder ähnliche Kommandos in Landessprache hören konnte, bewegte Lisa ihren Hund mit einem eher gesungenen „withmeeeee“ dazu, ihr zu folgen. Was aber hervorragend klappte, zeigten die Beiden doch eine sehr ansprechende Freifolge und eine schöne Suche nach dem Gegenstand mit gelungenem Abschluss. Auch die Positionen gingen absolut in Ordnung. Bei der abgebrochenen Flucht benötigte Mangouste zwar etwas lange, um nach erfolgreichem Abdrehen zurück zu Frauchen zu kommen und Lisa ging bei dieser Übung auf Nummer Sicher und gab das Abbruch-Kommando sehr früh. Dafür zeigte der Rüde einen sehr wuchtigen Einstieg bei der Gegenstands-Attacke und ein sehr sauberes Trennen, wollte aber noch eine Ehrenrunde um den Helfer drehen bevor er zu Lisa zurück lief. Die ersten beiden Versuche, Mangouste den roten Kinderstuhl zu entwenden vereitelte der Rüde bereits im Keim. Leider ließ er sich beim dritten Versuch von den beiden großen Stühlen derart in die Irre führen dass er, nachdem er den Annäherungsversuch vereitelt hatte, lieber einen der großen Stühle anstatt des eigentlichen Gegenstandes bewachte. Auf der durchgezogenen Flucht zwang Mangouste dann noch den Helfer auf die Knie und hatte sichtlich Spaß dabei.
Shaka De la Cite des Foucalt wurde von Eva Renz aus der Schweiz präsentiert und zeigte eine sichere Freifolge und eine ebensolche Suche. Bei den Positionen erarbeitete er sich einen zusätzlichen Raum von 1,5 Metern. Bei der Attacke mit Gegenständen benötigte er ca. zwei Sekunden um einen Griff setzen zu können, hielt diesen dann aber vorbildlich. Das waren auch die einzigen Schwachpunkte in einer ansonsten sehr gelungenen Teilprüfung, die durch zwei vorbildliche Fluchten und eine sehr konzentriert ausgeführte Gegenstands-Bewachung gekennzeichnet waren.
Tom Andrykowski ist ebenfalls Schweizer und mit seinem Valmy du Haut de L´Arize ein weiterer Aspriant auf einen Podestplatz. In der ihn eigenen sehr zügigen Art und Weise durcheilten sie die Freifolge ohne Fehler und Valmy brachte den richtigen Holzblock in Windeseile zu seinem Hundeführer. Bei den Positionen behielt der Syborg Sohn seine Spritzigkeit und Exaktheit ebenso bei wie bei der mit voller Wucht vereitelten Flucht des Helfers. Auch die gelben Flatter-Gegenstände konnten ihn nicht davon abhalten, dem zweiten Helfer sofort einen harten und festen Griff entgegen zu setzen.  Auch bei der Korb-Bewachung leistete er sich kaum Fehler, lediglich die dritte Attacke kam etwas früh. Seinen Gehorsam hatte er schon bei den sauberen Trenn-Kommandos unter Beweis gestellt und tat dies, indem er dem erst sehr spät gegebenen Abbruch-Befehl in der zweiten Flucht sofort Folge leistete. Das Publikum feierte jede absolvierte Übung lautstark und Tom und Valmy gingen schließlich als führendes Team vom samstäglichen Prüfungsfeld.
Ganz ohne Gegenwehr wollte sich die italienische Gastgeber-Equipe nicht geschlagen geben und Guiseppe Monforte legte mit einer tollen Prüfung am Samstag den Grundstein dazu. Sein Hund Tyson du Bois du Gran Vai zeigte sich von der besten Mondio-Seite und ließ sich weder in der Freifolge noch in der Suche etwas zu Schulden kommen. Bei den Positionen robbte Tyson seinem Hundeführer etwas entgegen, er konnte wohl den Schutzdienst-Teil nicht mehr abwarten. Da legte der sechs Jahre alte Rüde dann richtig los und vereitelte die erste Flucht kompromisslos. Die Gegenstände im Tempel schienen ihn nur zu noch mehr Leistung anzuspornen, er tauchte einfach unter der gelben Wand durch und bekam den Helfer sofort zu fassen. Auch den Stuhl bewachte Tyson eng und sicher, ließ sich aber nach der dritten Attacke vom Helfer aus dem Ring und vom Gegenstand weg mitnehmen. Die abgebrochene Flucht blieb fehlerfrei so dass die italienische Mannschaft wieder Grund zu lautstarken Beifallsstürmen hatte.
Als einer der letzten Starter am Samstag kam mit Julian Selz und seinem Warras vom Wolfsprung ein weiteres Team aus der Schweiz an die Reihe. Beide zeigten eine sehr enge, konzentrierte Freifolge, einen sichere Suche nach dem Gegenstand sowie schön präsentierte Positionen wobei sich Warras alledings ca. 1,5 Meter nach vorne arbeitete. Die erste Flucht vereitelte Warras mustergültig und ließ auf Kommando sofort ab. Auch bei der Attacke mit den Gegenständen ließ er sich von den gelben Bändern in keinster Weise beeindrucken, tauchte durch sie hindurch und griff sich den Helfer. Den Kinderstuhl mit den Ballons bewachte Warras sehr engagiert, ließ den Helfer nah an sich ran kommen bevor er ihn mit beherzten Attacken abwehrte, selbständig und rechtzeitig trennte um den Gegenstand weiter zu bewachen. Bei der abgebrochenen Flucht beeindruckte dieses Team mit einem sehr spät gegebenen Abbruch-Kommando und einem lauten Brummem des Hundes in Richtung Helfer als er an ihm vorbeilief.

SONNTAG
Als erstes der bis zu diesem Zeitpunkt in den Top-10 rangierenden Teams musste Guiseppe Monforte mit Tyson du Bois du Gran Val am Sonntag auf das Spielfeld. Den Apport der Schwimmweste absolvierte Tyson mit nur leichter Verzögerung und zweimaligem Nachfassen, zu verlockend war der weiche, Beisswurst-artige Gegenstand. Den italienischen Schinken ließ sich der Hund allerdings schmecken – ein nettes Ersatz-Frühstück, das die kompletten Punkte kostete. Die Vorausübung gerieten ihm in der morgentlich-nebeligen Luft gut, der Rüde suchte allerdings nach dem Rückkehr-Kommando noch einige Sekunden nach seiner Bestätigung am Begrenzungszaun bevor er sich auf den Rückweg machte. In der Stock-Attacke kam Tyson nach einem ersten Anbiss wieder aus dem Anzug und brauchte einige Sekunden, um die Abwehr des Helfers zu überwinden und wieder sehr spitz einen Griff zu setzen. In der Führerverteidigung reagierte Tyson auf den sehr verhaltenen Angriff des Helfers nicht. Allerdings war dieser Angriff auch dem Richter zu wenig eindeutig, die Übung wurde nach Rücksprache mit allen Richtern, dem italienischen Mannschaftsführer und den Helfern wiederholt und den zweiten, korrekten Angriff beantwortete Tyson dann auch mit einer vehementen Attacke. Anschließend brauchte er bei der Streife nach dem Helfer nur wenig Zeit um sein Ziel ausfindig zu machen, biss aber erst einmal vorsorglich zu bevor er den Helfer bellend anzeigte. Beim anschließenden Transport ließ der Rüde dem Helfer relativ viel Raum und so konnte dieser in den ersten beiden Fluchten weit enteilen bevor er gestellt wurde. Die dritte Flucht wurde dann schnell unterbunden, allerdings hielt Tyson den Griff etwas zu lange und löste sich nur zögernd. 306,66 Punkte und Rang 10 waren das Gesamtergebnis der insgesamt drei Teilprüfungen.
Christian Laurier startete früh am Morgen die Aufholjagd der französischen Mannschaft. Mit seiner Malinois-Hündin Ana de la petite Renardiere zeigte er einen sicheren Apport und eine gelungene Futterverweigerung. Auch die Voraus-Übung und die Ablage gelang beiden sehr schön. Ein sehenswerter Angriff nach einem schnellen Sprung über die Barriere kennzeichnete die Stock-Attacke von Ana, die sich vom Helfer nicht mehr abschütteln ließ, auf Kommando sauber trennte und zum Hundeführer zurück kehrte. Die Führerverteidigung verpatzte dann auch nicht Ana sondern ihr Herrchen. Christian Laurier brachte sich selbst um diese Übung, weil er in der Transportphase dieser Übung den vorgeschriebenen Weg verließ und auch den zweiten Helfer beim Transport nicht berührte. Ana fand anschließend den Helfer im Schiff sehr schnell, zeigte diesen laut bellend an und bewachte ihn bei den langen Transporten sehr eng, engagiert und intelligent. Durch keine Finte ließ sie sich ablenken und vereitelte alle Fluchtversuche schnell und wirkungsvoll. 327,66 Punkte und der vierte Gesamtrang waren dennoch ein schönes Ergebnis.
„Mr. Speedy Gonzales“, wie Tom Andrykowki, der Führende nach den ersten beiden Teilen, wegen seines sehr schnellen Vorführungsstils spaßeshalber von einem der Richter genannt wurde, führte am späten Vormittag seinen Valmy du Hat de l´Arize in den letzten Teil der Prüfung. Beim Apport brachte Valmy die Schwimmweste schnell und sofort zurück, fasste aber einmal nach. Futterverweigerung und Ablage waren fehlerfrei, auch das Voraus zeigte der Rüde sehr schnell und absolut korrekt. Beim Zurückkommen sprang der Hund seinen Hundeführer freudig an und benutzte ihn als Prellbock um dann sofort in eine IPO-mäßige Grundstellung zu fliegen. Die Stock-Attacke bewältigte Valmy sehr energisch, leistete sich allerdings einen Umsetzer weil der erste Griff in die Jacke nur sehr spitz ausgefallen war. Das Trennen zeigte der Rüde perfekt. Bei der Führerverteidigung brachte Valmy dann einen Sekundenbruchteil Bedenkzeit bevor er den Angreifer mit vollem hartem Griff anging. Auch den zweiten Helfer bei der Streife fand er sehr schnell und zeigte ihn mit anhaltendem Verbellen an. Alle Transporte waren sehr eng, man konnte den Willen des Hundes klar erkennen, sich nicht vom Helfer lösen zu lassen.  Leider konnte der flinke Franzose den Hund in der ersten Flucht nach einer langen Phase an den Holzfässern dennoch in die Irre führen und nahm ihm anschließend einige Meter ab. Bei der zweiten Flucht, die sich an ein schier endloses Streifen um die Seufzerbrücke anschloss war der Fluchtweg deutlich kürzer und bei der dritten Flucht blieb es beim Versuch. Hundeführer und Hund freuten sich gemeinsam über eine absolut tolle Prüfung, die mit 359,66 Punkten und dem Weltmeistertitel belohnt wurde! Der neue Weltmeister 2008 kommt also aus der Schweiz und heißt Tom Andrykowski.
Christian Cabernet machte sich auch noch Hoffnungen auf einen Podiumsplatz, lag er nach dem Samstag doch auf einer aussichtsreichen vierten Position. Mit seinem Rüden Tzigane du Hate deL´Arize zeigte er einen sehr ordentlichen Apport, musste sich aber in der Futterverteidigung von allen Punkten verabschieden als Tzigane sich den Schinken schmecken liess. Beim Voraus drehte Tzigane dann eine Ehrenschleife auf halbem Wege zum Ziel, absolvierte die Übung aber ansonsten korrekt. Den Angriff bei der Stock-Attacke setzte der Rüde energisch, bekam allerdings den Ärmel des Helfers sehr spitz in der Nähe der Hand, hielt diesen Griff aber konstant. Die Führerverteidigung gelang Tzigane gut, nur etwas spätes Auslassen konnte ihm angekreidet werden. Auch die Streife nach dem Helfer beendete er erfolgreich, bei den anschließenden Transporten zeigte er eine enge Bewachung, die dem Helfer wenig Möglichkeiten zur Flucht ließ. Alle Versuche vereitelte Tzigane schnell und energisch. Letztlich waren es die Punkte aus der Futterverweigerung und einige weitere kleine Patzer, die Christian Cabernet und Tzigane am Podium vorbeischlittern ließen, insgesamt 320,66 Punkte und der fünfte Gesamtrang waren dennoch ein sehr gutes Ergebnis.
Nach den Ergebnissen des Vortages war Gilles Alexandre in einer guten Ausgangsposition für eine gute Plazierung, in gewohnt schneller und exakter Manier zeigte er mit seiner Polka du Domaine de Boogie einen perfekten, ruhigen Apport, eine ebensolche Futterverweigerung und eine der schönsten Voraus-Übungen des gesamten Wettbewerbs. Jede gelungene Übung ließ das Publikum im Stadion toben und so gestimmt sah man Polka eine ebenso schnelle wie engagierte Stock-Attacke bewältigen. Auch sie kam zwar recht spitz in den rechten Unterarm des Helfers, hielt diesen Griff aber trotz aller Bemühungen fest bis zum Trennen, welches  ebenso sofort und klar erfolgte wie der schnelle Rückweg zum Hundeführer, der sie freudig begrüßte. Bei der Führerverteidigung sah alles nach einer klaren Sache aus, bis die Hündin den zweiten Helfer hinter dem Hundeführer zwar sehr gut bannte, allerdings auf einen zweifachen Angriff des Helfers nicht reagierte. Damit war diese Übung nicht erfüllt und die Punkte weg. Von der Tribüne erhob die französische Mannschaft lauten Protest, sie wollten einen nicht regulären Angriff des Helfers gesehen haben. Die Prüfung wurde zunächst zu Ende geführt, bei der Streife nach dem Helfer war Polka zwar schnell am Mann, biss aber erst einmal zu bevor sie auf eine erneutes Kommando des Hundeführers hin verbellend anzeigte. Die Transporte und die Vereitelung der Fluchtversuche gelangen der 9 Jahre alten Hündin schnell und gut, auch der Gehorsam beim Auslassen war vorbildlich. Die französische Mannschaft legte offiziellen Protest ein, Gilles und Polka weigerten sich, das Spielfeld zu verlassen und ein Wort gab das nächste bis die Richter aus Protest den Platz verließen. In der folgenden 15minütigen Pause beruhigte sich das Publikum, an einigen Stellen wurden die Video-Mitschnitte analysiert und man kam wohl zu der Erkenntnis, dass es keinen Grund für eine Wiederholung gäbe. Nach mehrmaliger Aufforderung durch seinen Mannschaftsführer verließ ein sichtlich erregter Gilles Alexandre mit 253 verbliebenen Punkten den Platz. Neben der Führerverteidigung hatte die Hündin allerdings bereits am Freitag einige Punkte in den Sprungübungen liegen gelassen und der Anbiss der Hündin bei der Streife führte auch hier zu einem kompletten Punkteverlust obwohl der Hund – wie im Ringsport üblich – die Übung zu Ende führen durfte.
Nachdem sich alle Gemüter so weit abgekühlt hatten, ging der Wettbewerb mit Gerdi Huyghe aus Belgien weiter. Bei den ersten drei Übungen zeigte sein Rüde Apie van de Duvetorre nur kleinere Schwächen, brauchte aber beim Voraus ein Doppelkommando um sich endgültig vom Hundeführer zu lösen und lief auch etwas schräg in die angegebene Richtung. Die Stock-Attacke gelang Apie sehr schön. Schnell und spektakulär stieg er ein, hielt den Griff fest und trennte schnell. Die Führerverteidigung war auch hier der Knackpunkte, auch Apie sah den Helfer unverwandt an und reagierte nicht auf dessen Angriff. Die anschließende Suche nach dem Helfer dauerte sehr lange, zunächst suchte der Rüde schnell und systematisch, weitete dann aber seine Suche auf das übrige Stadion aus indem er unter der Absperrung hindurchkroch. Ein weiteres Kommando holte ihn zurück zum Hundeführer und nach dem erneuten Such-Kommando fand Apie den im Schiff sitzenden Helfer dann auch kurz vor Ablauf der 3-Minuten-Grenze. Die Transporte waren dann wieder gut und eng, für die drei Fluchtversuche ließ der Xsam van de Duvertorre-Sohn dem Helfer kaum Raum und vereitelte alle Versuche schnell und wirkungsvoll. 311,5 Punkte und somit den neunten Rang erarbeiteten sich Gerdi und Apie am Ende.
Die Schweiz hatte mit Eva Renz und ihrem Shaka de la Cite des Foucalt eine weitere erfahrene Hundeführerin zu bieten, die nach dem Samstag noch unter den Top-Fünf lag. Der Apport endete mit einer kleinen Verzögerung weil Shaka etwa 5 Sekunden brauchte, um die Schwimmweste auf zu nehmen. Futterverweigerung und Ablage waren ok, beim Voraus schnellte Shaka sehr zielstrebig und gerade nach vorne, überlief die Markierung und versuchte nach dem Rückkehr-Kommando mit einem kurzen Biß in den Fuß der Spielfeld-Abgrenzung, ob da nicht noch was zu holen wäre. Daraufhin kam er dann schnell und zielstrebig zurück. Der Helfer mit den Stöcken konnte Shaka nicht beeindrucken, schnell und sicher löste er diese Aufgabe. Die Führerverteidigung setzte der Rüde dann buchstäblich in den Sand, als er beim Angriff des Helfers zwar zuckte, sich dann aber gegen eine Attacke entschied. Nach einer schnellen Streife mit gutem Abschluss zeigte Shaka einen sehr engen Transport, bei dem er dem Helfer keinen Millimeter Platz ließ und sich in keinster Weise ablenken oder in die Irre führen ließ – sehenswert! Durch den Verlust der Führerverteidigungs-Punkte landeten Eva und Shaka mit 319 Punkten auf dem achten Gesamtrang.
Nach der Mittagspause geleitete dann Liza Geller aus den USA mit ihrem „withmeeee“ Mangouste de Loups du Soleil in die Wettkampf-Arena. Einen sehr kurz geworfenen Apport führte der Rüde sehr korrekt aus, saß schön vor und übergab die Schwimmweste ruhig. Bei Ablage und Futterverteidigung ließ sich Mangouste nicht aus der Ruhe bringen und auch beim Voraus zeigte er eine schöne Leistung. Die Stock-Attacke war für den Rüden eine wahre Freude, zwar streifte er beim Überspringen der Fässer-Barriere mit den Hinterläufen stark und wurde durch den eigenen Schwung mit dem Hinterteil etwas ausgehebelt, konnte sich aber durch einen beherzten Griff in den Anzug des Helfers selbst wieder fangen. Der Rest der Übung war Formsache und ohne Beanstandung. Auch die Führerverteidigung nahm Mangouste sehr ernst und konzentriert setzte er sofort seine Attacke auf den Angriff des Helfers. Den bei der Streife schnell gefundenen Helfer verbellte er laut und sehr anhaltend. Bei den Transporten war der Rüde zunächst eng und sehr drangvoll, vereitelte die erste Flucht auch sehr schnell und ließ korrekt auf Kommando ab. Danach hatte Mangouste aber sichtlich Schwierigkeiten, seine nur einige Meter entfernt stehende Hundeführerin wieder zu finden, auch mehrere Kommandos brachten keinen Erfolg so dass die Übung schließlich abgebrochen werden musste. Dennoch reichte es für Lisa und Mangouste zu einem sechsten Gesamtrang mit 320 Punkten.
Neben Tom Andrykowski hatten die Schweizer mit Julian Selz und seinem Warras vom Wolfsprung ein weiteres heißes Eisen im WM-Feuer. Bereits am Samstag war die sehr saubere und konzentrierte Arbeitsweise dieses Teams positiv aufgefallen. So absolvierte dieses Team einen fehlerfreien Apport und der Rüde verschmähte auch den verlockend riechenden italienischen Schinken in der Futterverweigerung. Das Voraus wurde schnell und direkt gezeigt, allerdings braucht der Malinois-Rüde etwas lange für den Rückweg. Bei der Stock-Attacke biss Warras dann etwas nach, ansonsten war auch hier das Engagement des Rüden deutlich zu erkennen. Eine sehr schöne Führerverteidigung mit einem direkt vereitelten Angriff, einer schönen Belastungsphase sowie sofortigem Trennen und Bannen des Helfers schloss sich an. Nach kurzer Suche sprang Warras dann direkt in das Schiff und stellte den dort sitzenden Helfer. Die anschließenden Transporte waren eng und konzentriert, der Rüde zeigte eine kraftvolle Fluchtvereitelung in allen drei Fällen, ließ sich aber an der Brücke etwas in die Irre führen und verlor einige Meter. So viel die Entscheidung um die Reihenfolge denkbar eng aus und mit 343,5 Punkten belegten Julian und Warras den dritten Rang.
Der bis dahin noch amtierende Weltmeister Jean Jaques van den Breeden musste lange warten bis seine Nummer gezogen wurde und er ins Geschehen eingreifen drufte. Sein Malinois Rüde Boby zeigte einen sehr schönen Apport sowie eine perfekte  Futterverweigerung . Beim Voraus war nichts zu beanstanden. Die Stock-Attacke beantwortete Boby mit einem sehr energischen Angriff, einem festen Griff in den Arm des Helfers und beendete die Übung mit einem korrekten Trennen. Die Führerverteidigung stellte für Boby kein Problem dar, sofort nach dem Angriff attackierte der routinierte Rüde und ließ sich in der anschließenden Belastungsphase durch nichts beeindrucken. Boby trennte auf Kommando sofort, legte sich zu Füßen des Helfers und bannte ihn mit einem bis auf die Tribüne vernehmbaren Brummen. Auch die Transporte nach dem schnellen Aufspüren des Helfers wurden sehr sicher und eng gezeigt, dennoch konnte der Helfer Boby insgesamt einige Meter bei den drei Fluchten weg nehmen. Ein sicheres Auslassen zeichnete die gesamte Arbeit aus. Am Ende standen 345 Punkte auf dem Konto, was den zweiten Platz und damit den Vize-Titel bedeutete.
Mit der Unterstützung seiner Mannschaft betrat der Lokalmatador Kristian Gervasio mit Unic de Vulcain den Platz. Der Trainer des ortsansässigen Nakuru-Clubs zeigte mit Unic weder beim Apport, noch in der Ablage und der Futterverteidigung Schwächen. Beim Voraus lief Unic pfeilschnell und gerade in die angegebene Richtung, überquerte die Markierung – und drehte selbständig um bevor der Hundeführer das Kommando gegeben hatte. Die Stock-Attacke und auch die Führerverteidigung bewältigten Kristian und Unic sehr schön, der Rüde reagierte sofort auf den Angriff des Helfers und ließ sich nicht mehr aus dem Griff bringen. Der im Boot sitzende Helfer wurde von Unic schnell gefunden, vor lauter Enthusiasmus sprang der Rüde einmal quer über das Boot hinweg bevor er sich zurück in das Schiff begab und den Helfer laut verbellte. Zu einer echten Demonstration gelangen die Transporte. Mit großem Willen bewachte Unic den Helfer sehr eng und konnte aber durch die schweren Fässer und durch die Kletterei auf der Seufzer-Brücke in die Irre geleitet werden und verlor dabei einige Meter. Eine schöne Arbeit die frenetisch gefeiert wurde. Kristian und Unic erhielten insgesamt 319 Punkte und sicherten sich damit Rang 7.

Und dann war da noch: Thomas Ravn aus Dänemark, dessen Hund Pote Malin Aaron bei der Vorausübung der Kategorie 1 Prüfung direkt abbog und stattdessen einen der Fußbälle aus der Ablage-Ablenkung holte, mit ihm spielte und ihn zu Füßen des Hundeführers zerbiß. Die Hündin Vitoria Da Casa de Lupus Negros verlor zwischendurch die Orientierung und fand nach dem Ablassen bei der Stock-Attacke ihren Hundeführer nicht mehr. Der Norveger Erik Magnes Odd führte seinen Hund in Kategorie 2 perfekt vor bis dieser im Schutzdienst völlig von der Rolle kam und keine Übung auch nur annähernd komplett absolvierte.  Die Belgierin Nicoletta Munteanu verdiente sich durch ihre so lautstark krächzenden Kommandos das Jahres-Sponsoring einer bekannten schweizerischen Hustenbonbon-Marke. Den imaginären Preis für das coolste Hundeführer-Outfit räumte ohne Zweifel der Spanier Inaki Marquinez ab, der mit Baggy-Jeans, brauner Teddybärfell-Jacke, Straßen-Sneakers und einer riesigen Sonnenbrille eher nach stylischem Caffee-Hopping in Barcelona als nach Hundesport aussah – und sich auch genauso lässig so bewegte. Peter Birbaumer hatte mit seinem Grimm Le Bosseur am Samstag weniger Glück als sich sein Rüde bei der Vorbereitung zur Flucht vom Umfeld derart ablenken ließ dass er den Helfer nicht wahr nahm und auf das Kommando seines Hundeführers zwar lospreschte, dann aber schnell abdrehte und den nahe stehenden Richter stupsend begrüßte und anschließend so von der Rolle war dass er erst nach wiederholten massiven Kommandos überhaupt wieder zum Hundeführer fand. Die Prüfung wurde daraufhin wegen Nichtbeherrschbarkeit des Hundes abgebrochen. Helfer Patric Corpataux aus der Schweiz verletzte sich am Sonntag durch einen Hundebiss des Vorführhundes an der rechten Hand, wurde fachgerecht verarztet und hetzte die gesamte Prüfung gleichmäßig und fair zu Ende. Albert Frognet hatte die Erfolge der Belgischen Mannschaft wohl etwas zu sehr gefeiert und erschien am Sonntag unter Alkohol-Einfluß stehend auf dem Spielfeld. Er zeigte eine durch viele kleine lustige Details gewüzte, ansonsten aber eher mittelmäßige Leistung und wurde für seine weinseelige Stimmung mit 10 Punkten Abzug im Allgemeinen Verhalten bestraft.

Die Hundeführer und Team-Kapitäne waren im Großen und Ganzen mit der Arbeit der Richter und der Helfer in allen drei Kategorien zufrieden. Zwar wurden vereinzelt Anmerkungen laut nachdem der Hetz-Stil  eines Helfers mehr oder weniger am Stil des Belgischen oder Französischen Ringsports angelegt sei und ob die Heftigkeit der Attacken nicht über das Reglement des Mondioring-Sportes hinaus gingen. Dazu sei gesagt dass mit Sicherheit einige Ecken und Kanten gefunden werden können die den einen oder anderen Hundeführer zur Kritik animieren dürften. Allerdings muss auch gesagt werden dass zum einen die Arbeit aller Helfer und Richter an allen Tagen gleichmäßig und somit für alle Hunde gleich und fair ablief und auch der oder die Richter eine gleichmäßige Bewertung ablieferten. Auch die Tatsache dass sich während der gesamten Veranstaltung, trotz des sehr hohen hetzerischen Niveaus, kein Hund verletzte spricht für die hervorragende Arbeit der Helfer.
  
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NOVEMBER

Grosser Preis von Holland

Grosser Preis von Holland 2008

 




Juni

Ein Trainingswochenende für Mondioring-Einsteiger in Straubing /Niederbayern

Nach dem gelungenen Mondioring-Seminar im Februar und vielen Gesprächen beim Mali-Forumstreffen in Magdeburg war das Interesse an weiteren gemeinsamen Trainings so groß, dass wir beschlossen, im Juni ein Trainingswochenende speziell für Mondioring-Einsteiger zu veranstalten. Nur wenige Tage nach der Ankündigung war es bereits ausgebucht, wir freuten uns auf Sportler nicht nur aus Bayern, auch aus Thüringen, Nordrhein-Westfalen und dem Sauerland hatten sie sich angemeldet. Am Freitag nachmittag waren schon einige angereist, bezogen ihr Quartier bzw. richteten sich mit Campingwagen auf dem Hundeplatz häuslich ein. Der restliche Nachmittag und Abend wurde eifrig genutzt, um den Hunden locker und spielerisch den Platz zu zeigen, zu sehen, wie ihr Ausbildungsstand ist und sie etwas kennenzulernen.

Lucy, die seit etwa einem halben Jahr gearbeitet wird, begann als erste mit den Gehorsamsübungen. Bei den Positionen zeigte sich die Hündin schon relativ sicher, zu achten ist darauf, dass sie weiter lernt, den angewiesenen Platz nicht zu verlassen. Zwei im rechten Winkel aneinander gelehnte Holzbretter dienten hierzu als Hilfe, zusätzlich erhielt Yvonne den Rat, mit der Beisswurst nach hinten zu belobigen. Anschließend wurde das En Avant geübt, und hier zeigte Christian, wie man den Hund ganz sachlich und ruhig auf die kommende Übung vorbereitet. Den Hund zwischen die Beine genommen und mit den Händen seitlich am Hundekopf den Weg zeigend, so dass der Hund sich ganz nach vorne konzentriert – und erst wenn er richtig Spannung aufgebaut hat, freigeben und schicken. Als abschließende Übung wurden die ersten Schritte zur Futterverweigerung gezeigt. Yvonne legte Lucy ins Platz, kniete sich neben sie, Christian setzte sich ein paar Schritte vor die Hündin und zeigte ihr lecker Futter (in diesem Fall ein getrocknetes Schweineohr). Yvonne drehte nun den Kopf der Hündin mit der Hand ganz sachte zu sich hin und sagte gleichzeitig „Non“. Das wurde ein paarmal geübt, die lockende Hand mit dem Futter kam immer näher und als die Hündin das erste Mal von selbst den Kopf wegdrehte, wurde sie von Yvonne überschwenglich gelobt und die Übung beendet.

Als nächstes durfte Gino zeigen, was er schon gelernt hat. Auch Gino ist, wie Lucy, ca. ein Jahr alt und ebenfalls ein trieblich sehr hoch angelegter Hund. Auch bei ihm wie schon zuvor bei Lucy ist ganz wichtig, dass sie lernen, sich zu sammeln, zu konzentrieren und zwischen den Übungen runterzufahren, da alles andere nur Kraft kostet. Gino benötigt noch Hilfe bei den Positionen. Christian zeigte, wie Ulli ihm aus Konflikten helfen kann und wie im richtigen Moment mit Futter bzw. Spielzeug zu belobigen ist. Beim Ablegen unter Ablenkung, bei dem ein bißchen Fußball gespielt wurde, musste Ulli darauf achten, nicht mit der Stimme einzuwirken, sondern eher mit der langen Leine, da sich der Hund sonst zu stark zu ihm orientiert.

Mittlerweile hatte unser Grillmeister Olli den Grill angeschürt, nach Würstel und Steaks mit lecker Salaten ging’s weiter – Christian zog das Costume an und bis in den späten Abend war Zeit, sich mit jedem Hund zu beschäftigen, zu sehen, wie er vom Trieb- und Griffverhalten her steht und worauf am nächsten Tag besonders einzugehen ist. Auch  einzelne Elemente der Führerverteidigung wurden geprobt. Bis in die Nacht hinein wurde dann noch viel besprochen und erzählt und bereits der Ablauf des nächsten Tages besprochen.

Am nächsten Morgen ging’s gleich nach dem Frühstück mit Sprüngen los. Gezeigt wurden die ersten Schritte zur Überwindung der Palisade, und selbst Hunde, die dies noch nie gemacht hatten, lernten sehr schnell, sich zu konzentrieren und die Palisade – natürlich noch mit Unterstützung durch Christian – mit der richtigen Technik anzugehen, um an ihr Triebziel, die Beisswurst, zu kommen. Auch beim Weitsprung zeigte sich dann, wie schnell die Hunde durch die richtigen Tipps den Sprung mühelos lernen oder ihre Sprungtechnik verbessern. Die richtige Entfernung zu finden, den Hund in Trieb und gleichzeitig in Konzentration zu bringen und dann noch genau das richtige Timing fürs Kommando  erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und „Gehorsam“ vor allem auch vom Hundeführer – da bewies Christian so manches Mal viel Geduld und Konsequenz… und am Ende zeigte sich, dass z.B. auch ein etwas eigensinnigerer Hund wie Rammstein einen einwandfreien Weitsprung zeigen kann.

Bevor dann Steffi ins Costume stieg und Christian mit seinen beiden Hunden zeigte, was man am Vormittag im Schutzdienst üben werde, zog man mit Tischen und Stühlen in einen schattigen Bereich des Hundeplatzes um. Inzwischen waren auch weitere Teilnehmer eingetroffen und man begann mit dem Schutzdienst.

Am Beispiel von Lucy konnte man dann gut die ersten Schritte zum Lernen der Führerverteidigung sehen. Der Hund wird mit dem Kommando „Défense“ auf die Führerverteidigung vorbereitet. Hier gilt es darauf zu acheten, dass der Hund bei dem Kommando schon sichtlich „Spannung“ aufbaut und der Hundeführer merkt, dass der Hund auf die Übung eingestellt ist. Der Helfer nahm die lange Leine in die Hand, der HF korrigiert mit der Führleine am Halsband. Mit „Kontakt“ lernte der Hund sehr schnell, Körperkontakt zu Yvonne zu halten, beim Handschlag den Helfer nur aufmerksam zu beobachten und beim Angriff auf den HF sofort zuzubeissen. Da sie sich nach dem Ablassen leicht führerorientiert zeigte, wurde das „Aus“ noch zweimal mit Abholen geübt.

Auch Lydia’s Amy, die wegen Welpenpause länger nicht gearbeitet worden war, zeigte trotz der Pause eine ansprechende Schutzdienstarbeit. Ein gut veranlagter und gearbeiteter Hund verlernt eben nicht so schnell etwas...

Da es mittlerweile schon sehr warm geworden war, wie überhaupt das Wochenende von strahlend schönem Sommerwetter und entsprechend großer Hitze begleitet war, wurden dann immer nur kurze Sequenzen im Schutzdienst gearbeitet. In den Pausen durfte auch der Nachwuchs den Platz kennenlernen, es waren einige Welpen da, die - z.T. nach einiger Gewöhnungszeit - wie selbstverständlich über den Platz marschierten und sich die herumliegenden und –stehenden Gerätschaften und Gegenstände anguckten oder mit ihnen spielten.

Olli hatte mittags wieder lecker Würstel und Steaks auf den Grill gelegt, und nach einer langen Zwangspause (der Temperaturen wegen), die einige nutzten, um mit ihren Hunden zum nahegelegenen Weiher zu laufen und ihnen ein schönes Bad zur Erfrischung zu gönnen - manche sprangen auch selbst ins Wasser - wurde eifrig weitergearbeitet.

Rammstein zeigte sich bei der Führerverteidigung altersentsprechend schon wesentlich weiter.
Durch einen kleinen Trick (kurzes Streicheln des Helfers über den Nasenrücken... ) wurde auch der Griff noch fester, und man konnte auch schon gut die Fortschritte zum gestrigen Tag erkennen, er arbeitete viel ruhiger, aufmerksamer und dadurch schneller.

Interessant war auch zu beobachten, wie Hunde, die bisher nur in IPO gearbeitet wurden, relativ schnell den Einbiss ins Bein lernten bzw. sich beim Angriff auch durch Accessoires nicht wirklich abhalten ließen. Rainer´s Hündin Vaska z.B. biss zwar erst kräftig in die Flatterbänder, verbesserte sich aber dann sofort in den Ärmel. Als kleine Vorbereitung für die DMC Körung gab es hier für Rainer und Fritz einige gute Anregungen für die Weiterarbeit mit Vaska am eigenen Platz.

Zwischendurch machte Christian als Homme d’Attaque Pause und Steffi stieg ins Costume. Mit Alia zeigte Christian, wie Transporte und Bewachungsphasen auszusehen haben. Dabei kamen sowohl Clicker als auch die lange Leine zum Einsatz.
Ein Erfolgserlebnis hatte Steffi dann mit Arik. Erst sahen wir von ihm zweimal eine tolle „abgebrochene“ Flucht – nach der ersten, die schon wunderbar sauber durchgeführt wurde, kam bei der  zweiten Abgebrochenen der Pfiff erst knapp einen Meter vor dem Homme d’Attaque, Arik schoss mit schon weit geöffnetem Maul an Steffi vorbei und berührte sie dabei noch mit der Schulter... Wahnsinn... Dann zur Belohnung für Arik……
Die gebissene Flucht auf die 50m-Distanz, und hier war es für Steffi das erste Mal, erzählte sie später stolz, dass sie diese gestanden hatte und Arik sie nicht durch druckvollen Anbiss ins Bein langlegte.

Bei den Junghunden waren dann schon deutliche Fortschritte zu gestern erkennbar. Ulli’s Gino und Yvonne’s Nachwuchshündin Phoebe waren beide schon wesentlich ruhiger, kein nervöses Bellen oder gar Schreien von Gino mehr und Phoebe schüttelte die Beute nach schnellem, festem Anbiss nur noch ganz kurz. Auch der Riesenschnauzer von Ilona wirkte bei seinem zweiten Schutzdienst an diesem Tag energischer und lernte, sich nicht so leicht ablenken zu lassen – sonst gibt’s keine Beute...

Stefan’s Hündin Flocke zeigte als fortgeschrittener Hund eine saubere Führerverteidigung mit einem Helfer.
Danach wurde die Suche nach dem Helfer trainiert. Flocke hatte keine Schwierigkeiten damit, suchte schnell, zielstrebig und ruhig die IPO Verstecke und den Platz ab und fand den Helfer dann zwischen den Bäumen stehend – die Abkühlung für Christian war so nur von kurzer Dauer.

Unter Anleitung von Christian und Stefan arbeitete Nachwuchshelfer Yannick nun Christians Dobermann Arik. Bei der Flucht auf Distanz mit Schuss stand er den Anbiss nicht und wurde eindringlich „ermahnt“, beim Hinfallen aufzupassen, dass der Hund nicht verletzt wird - beim zweiten Mal hatte er schon gelernt, gar nicht erst hinzufallen... und erntete anerkennendes Schulterklopfen.

Zum Abschluss dieses langen Trainingstages bewiesen Rammstein und Lucy, wie man bei der Défense ruhig und konzentriert zum Erfolg kommt. Die Fortschritte waren auch hier deutlich erkennbar, und nach diesem erfolgreichen Tag trafen sich sehr zufriedene Hundeführer und Helfer im nahegelegenen Biergarten zum gemütlichen Fachsimpeln bis spät in die Nacht bei Goaßhalben und Bier oder Radler.

Sonntag früh gleich nach dem Kaffee gab’s erst eine Lagebesprechung, danach übten die Teilnehmer mit ihren Hunden als erstes, was sie in den vergangenen zwei Tagen über zielgerichtetes, richtiges Spielen mit der Beisswurst und das richtige Timing und die Technik beim Springen gelernt hatten. Dann zogen Ulli und Stefan die Costumes an und Christian zeigte mit seiner Hündin Alia die nächsten Schritte in der Ausbildung, die Défense mit zwei Helfern. Auch für die angehenden Helfer war es sehr lehrreich, wie wichtig das Zusammenspiel der beiden Helfer und das genaue Abstimmen der Aktivitäten ist – während der eine versucht den Hund in Trieb zu bringen und somit abzulenken, startet der andere aus der Passivität heraus den Angriff. Der Hund lernt, trotz der enormen Ablenkung durch einen Helfer, der mit dem Klapperstock auf einer Entfernung von 3 Meter Trieb macht, nicht zu überdrehen und aufmerksam zu bleiben und sich nicht durch den zweiten Helfer ablenken zu lassen.

 Bei den Junghunden sah man am Beispiel von Gino, dass man sich auf kleinen Erfolgen nicht ausruhen kann... Heute dauerte es wesentlich länger, bis er sich sammelte und einigermaßen ruhig wurde, so dass er zum Anbiss kommen durfte. Und er ließ auch deutlich langsamer ab. So wurde das Hauptaugenmerk auf die Beruhigung und Konzentration gelegt, erst dann kam eine kurze Verfolgung des schnell rückwärts gehenden Helfers an der langen Leine mit Anbiss. Nach dem Aus bekam Gino als Belohnung sofort die Beisswurst, so dass auch das Ablassen am Ende wieder etwas sauberer und schneller ausgeführt wurde.

Rammstein wollte Christian heute etwas mehr fordern. Er brachte Rammstein höher in Trieb, die Griffe wurden noch derber und fester und das Ablassen fiel Rammstein beim ersten Mal natürlich sehr viel schwerer...  Beim zweiten Mal zeigte er dennoch sauberes Ablassen auf Pfiff und Zurückkommen zum Hundeführer. Trainiert wurde hier gleich der Unterschied zwischen Pfiff und dem Kommando Aus:
Bei Aus kommt zusätzlich das Kommando „Halte, Garde“ und der Hund bewacht den Helfer solange, bis der HF ihn abholt.

Anschließend durfte auch der Nachwuchs, die Welpen und ganz jungen Hunde, altersgemäß noch mal ran an die Beisswurst.

Durch den leckeren Duft von Würstchen und Steaks, die Olli mittlerweile auf den Grill gelegt hatte, merkten wir erst, dass es bereits wieder Mittag war. Und nach dem Mittagessen übten einige Unermüdliche unter den wachsamen Augen von Christian und Stefan noch einzelne Gehorsamsübungen, die bei der großen Hitze nicht so anstrengend für die Hunde waren, z.B. Bringen eines geruchsidentifizierten Gegenstands, Positionen usw. Der Tag klang mit gemütlichen, ausgiebigen Gesprächen und Erzählungen in schattigen Eckchen des wunderschön angelegten Hundeplatzes aus, und am späten Nachmittag traten die meisten Teilnehmer die Heimreise an.

Es war ein tolles Wochenende – sehr lehrreich, sehr interessant, die Menschen und die Hunde hatten viel Spaß und viele kleine und große Erfolgserlebnisse. Es herrschte super Stimmung und Harmonie, wieder lernten sich Mondioringsportler aus verschiedensten Ecken Deutschlands kennen, tauschten ihre Erfahrungen aus, holten sich Motivation und Ansporn für die künftige Arbeit mit den Hunden unterschiedlichster Rassen und Temperamente. Und so soll es auch beim nächsten Treffen im Juli 2008 sein, wo sich hoffentlich wieder so nette, mondioringbegeisterte Menschen und ihre Hunde Tipps und Anregungen für Training und Wettkampf holen werden. Und vielleicht lassen sich wieder einige dafür begeistern, auch mal ins Costume zu steigen um „mit den Malis zu tanzen“...

Verfasser: Helen Streilein / Christian Erb

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Februar

Mondioring in Deutschland - Das Seminar

nachdem sich durch die verschiedenen Foren in Deutschland eine Gruppe von ernsthaften Mondioring-Hundesportlern virtuell gefunden hatten entschied sich einer von Ihnen - Hubert Mayr - zum nächsten Schritt, nämlich alle diese Leute zu einem Seminar in Deutschland zu versammeln. Hubert hatte bereits durch einen Trainingsaufenthalt in Belgien - beim KBH Westerlo die nötigen Kontakte knüpfen können um entsprechend qualifizierte Seminarleiter nach Deutschland zu holen.

Westerlo ist einer der erfolgreichsten Vereine im Belgischen Ring- und Mondioring und wenn man sich schon entschied ein solches Seminar auf deutschem Boden zu veranstalten dann sollte es auch auf einem hohen Niveau stattfinden und die noch fehlende praktische Kenntnis aus erster Hand zu erlernen.

Im Februar 2008 unmittelbar vor dem Saisonstart in Belgien konnte ein Termin gefunden werden und das Seminar wurde in den deutschen Foren bekanntgegeben. Die Frage war, wie solch ein Unterfangen durch die deutschen Mondioringfreunde, die ja doch im wahrsten Sinne von Norden nach Süden verteilt waren angenommen wurde. Diese Sorge war jedoch ganz umsonst, denn schon weit vor Termin war das Seminar mit 10 teilnehmenden Hunden voll, und noch mal die doppelte Menge an Zuschauern lies schnell erkennen das sich die deutschen Ringsportler diese Gelegenheit nicht entgehen lassen wollten.

Als Seminarleiter konnte Hubert einen der besten Figuranten und erfolgreichen Ausbilder aus Belgien - Kees Verbunt gewinnen. Kees wurde u. a. eingesetzt auf der Mondioring Weltmeisterschaft und mehreren großen nationalen und internationalen Wettkämpfen. Auch als Ausbilder und Hundeführer hat er einen Namen in Belgien, nicht zuletzt durch den Siegen auf der Mondioringweltmeisterschaft und den Sieg bei den belgischen Meisterschaften, sowie als Trainer erfolgreicher Hundeführer im Ring. Aber auch in Belgien arbeitet man im Team und Kees brachte einen seiner talentierten Figuranten, den Niederländer Bjorn van Stalle mit. Bjorn konnte durch seinen Auftritt beim belgischen Brevet, bei dem er als bester Nachwuchshelfer Belgiens den Sieg einfahren konnte positiv auf sich aufmerksam machen und hat bereits eine steile Karriere als IPO Helfer hinter sich wo international seine Qualität und sein Gefühl als Pakwerker unter Beweis stellen konnte. Dritte im Bunde war Ingrid Giebel, Mitglied des KBH Westerlo, eine in Holland lebende Deutsche die durch den Sieg mehrerer Wettkämpfe in Belgien und ihrem Start auf der Mondioring WM 2007 ein Beispiel für die erfolgreiche Ausbildungsphilosophie dieses Vereines darstellt.

Am 15.02 dem Freitag vor dem Seminar fanden sich bereits die ersten ungeduldigen Semiarteilnehmer im Hotel ein. Hier startet dann das Vorseminar, denn auch die Seminarleiter waren bereits anwesend und in geselliger Runde konnte schon für die ersten dringenden Fragen Rede und Antwort gestanden werden. Pünktlich am nächsten Morgen eröffnete Hubert Mayr das Seminar und gab den Tagesablauf bekannt. Die erste Aktion des Tages war die praktische Vorführung von Ingrid's Hund Aroune sas-van-Gent in Cat I und Bjorn's Hund Vauban du jardin de Bambou in Cat II. Diese Hunde wurden extra ausgewählt, weil es sich dabei um ehemalige IPO Hunde handelte und somit schnell deutlich wurde das auch ein Wechsel zwischen diesen Sportarten von Erfolg gekrönt sein kann und ebenso konnten die Leute sich einen Eindruck von einem vollen Programm und der richtigen Vorführweise machen.

Mit diesen Eindrücken im Kopf machte man sich dann auf zum theoretischen Teil des Seminars. Mit der Theorie haderte der ein- oder andere Teilnehmer, denn die Neugier wollte endlich praktisch mit den Hunden arbeiten und Theorie im Ring schien erst mal schwer vorstellbar. Schnell wurde jedoch klar wie wichtig gerade dieser Abschnitt des Seminars war. Kees verstand es den Anwesenden den Aufbau der selbst schwierigsten Übungen im Ring zu verdeutlichen und auch wie wichtig die richtige Basis im Mondioring ist da die Übungen kontinuierlich aufeinander aufbauen. Ebenso wurde deutlich wie "jung" - also bereits im Welpenalter man bereits im Ring mit einem Hund beginnen kann/muss und wie man somit spielerisch vielen Problemen in der Ausbildung vorkommen kann.

Die Köpfe voll mit Ideen und Anregungen machte man sich dann raus auf den Platz zum praktischen Teil. Das Seminar sollte sich nur auf den Schutzdienstteil des Mondioring konzentrieren da im Vorfeld schon deutlich wurde das hier die größten ausbilderischen Lücken zu schließen sind. Vor allem der Aufbau der Führerverteidigung mit ein oder zwei Helfern, das Aufsuchen mit anschließendem Transport sowie die Königsdisziplin im Ring, das Bewachen des Gegenstandes sollten hier das Hauptaugenmerk der Seminars sein.

Kees und Bjorn erarbeiteten eine Reihenfolge der teilnehmenden Hunde, so das es ermöglicht wurde jeden Hund in zwei Durchgängen zu arbeiten, und Lernerfolge erlangen zu können.

Da Hunde wirklich jeden Niveaus vertreten waren konnten die Zuschauer und Hundeführer sich ein gutes Bild machen wie der Aufbau von statten ging. Kees und Bjorn konzentrierten sich zu 100 % auf die Hunde und konnten in kürzester Zeit Erfolge im Ausbildungsstand des Hundes verbuchen, während Ingrid für die Begleitung der Hundeführer zuständig war. Bereits im zweiten Durchgang konnten deutliche Veränderungen in der Arbeit der Hunde verbucht werden und nur die Dunkelheit konnte den Arbeitsdrang und Wissenshunger der Teilnehmer stoppen. Hochmotiviert und voll Ideen wurden die Seminarteilnehmer gefragt auch den nächsten Morgen noch für eine kurze Arbeitseinheit zu gebrauchen und Kess, Bjorn und Ingrid willigten gerne ein.

Nach einer kurzen Nacht fand man sich wieder etwas müde, aber nicht weniger euphorisch auf dem Platz ein und Kees stellte noch mal ein logische Reihenfolge der Teilnehmer zusammen. Bis zum Mittag konnte jeder Hund noch einmal intensiv gearbeitet werden und voll mit neuen Ideen fürs heimische Training machte sich dann jeder erschöpft auf in Richtung Heimat. Es war ein Vergnügen zu sehen das es unter den Mondioringleuten so einen starken Zusammenhalt gibt, jeder half jedem und man freute sich miteinander über die kleinsten Fortschritte im Training. Alle Anwesenden waren der gleichen Meinung...dieses Seminar sollte nicht das letzte gewesen sein.....

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