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2010



FMBB-Weltmeisterschaft 2010 - Mondioring von Frank Jeniche


Die ständig wachsende Gemeinde der internationalen Mondioring-Sportler war 2010 nach Cottbus gereist und trat mit ihren Hunden zum Wettstreit an. Den Austragungsort hatten die Verantwortlichen in die große Sporthalle neben dem Stadion gelegt. Dort wurde am Mittwoch Abend noch die Auslosung der Starter in allen Disziplinen durchgeführt, anschließend baute das Orga-Team um Prüfungsleiter Fred Coels und die beiden Richterinnen Iris Remund (Schweiz) und Margaret Mc Kenna (Belgien) den Parcours für die Prüfungen auf. Die Halle selber stellte durch ihre eigene Akustik, die ungewohnten Lichtverhältnisse und nicht zuletzt durch den harten, nur mit einem dünnen Filzbelag versehenen, sehr rutschigen Boden sehr hohe Anforderungen an Nerven und Motorik der Hunde. Trotz dieser extremen Bedingungen blieben Verletzungen bei den Hunden glücklicherweise aus - bei den Helfern leider nicht.  Als Helfer waren Eric Damilo (Frankreich)und Marcel Bühler (Schweiz) in den Kategorien Zwei und Drei, und Stephan van Meensel (Belgien) in der Kategorie Eins vorgesehen.  Durch Verletzungen fielen sowohl Eric Damilo als auch Marcel Bühler vorzeitig aus und wurden durch den Altmeister Kees Verbunt (Belgien) und Sebastian Schäfer (Deutschland) würdig ersetzt. Die Frage ob die Wahl der Halle als Austragungsort eine glückliche Entscheidung war müssen sich die Organisatoren der FMBB und des ausrichtenden Teams gefallen lassen und für sich beantworten.

Aus organisatorischen Gründen hatte man die Reihenfolge der Kategorien etwas durcheinander gewirbelt. So starteten am Donnerstag die Hunde in der Kategorie Zwei, Freitag und Samstag folgten dann der Wettbewerb in der Kategorie Drei und der Sonntag blieb für die Teilnehmer in der Kategorie Eins. Insgesamt starteten 59 Hunde, in der Mehrheit Malinois, ergänzt durch einen Groenendael und zwei Tervueren. Bemerkenswert war insgesamt die Stärke der Deutschen Mannschaft. Erstmals konnte das Starter-Kontingent bei einer WM voll ausgenutzt werden - und mit durchweg guten Leistungen untermauerten die Deutschen ihren steigenden Ausbildungsstand.


Donnerstag - Kategorie Zwei

Christian Stewien von der Mondioringgruppe Straubing führte zum ersten Mal seinen Ive von den kleinen Helden auf einer WM. Der rechts geführte Hund begann mit einer guten, engen und aufmerksamen Freifolge sowie einer graden und zügigen Vorausübung. Bis auf leichtes Knautschen geht auch der Apport in Ordnung. Die Positionen zeigt der Bendit Beaute de Lést Sohn auf den Punkt und erntet dafür Szenenapplaus. In der Ablage mit Ablenkung läuft ebenfalls alles glatt. Bei der anschließenden Futterverweigerung läßt sich Ive zwar nicht verführen, leider bleibt diese Übung im Nachhinein dennoch ohne Punkte weil Ive bei der Suche nach dem Hölzchen an den herumliegenden Futterstücken leckt. Die eigentliche Hölzchen-Suchübung ist dagegen perfekt, Ive findet das zwischen einigem Reisig versteckte Holz und bringt es zügig zu Christian Stewien. Auch die gleich in Maximalhöhe gezeigten Sprünge über die Hürde (1,10m) und Steilwand-Palisade (2,10m) meistert der knapp vierjährige Rüde mit Bravour. Im Schutzdienst begeistert Ive durch schnelle und wuchtige Angriffe und derbes Bissverhalten. In der Flucht stoppt er den Helfer nach kurzer Distanz mit einem kräftigen Griff ins Bein, arbeitet gut und trennt sofort. Leider lässt sich Ive von den beiden Helfern bei der langen Führerverteidigung, bei der imaginäres Heu gerecht werden muss, einlullen und bekommt den Angriff des zweiten Helfers auf seinen Hundeführer nicht mit - somit fällt diese Übung komplett aus. Dafür erntet Ive kräftig Punkte bei der Attacke mit den Flatterbänder-Accessoires mit einem harten und kompromisslosen Biss in den Unterarm des Helfers. Ein sofortiges Trennen beendet diese Übung. Ive geht die Suche nach dem hinter einem Vorhang versteckt sitzenden Helfer schnell und zügig an und verbellt den Helfer anhaltend. Bei den anschließenden Transporten muss auch Ive - wie alle Hunde auf dieser WM - dem glatten Boden Tribut zollen, so kann ihm der eingesprungene Kees Verbunt gerade im ersten Fluchtversuch einige Meter abnehmen. Die abschließende Stock-Attacke wird gewohnt wuchtig ausgeführt, nur einige Nachbeißer stören das sehr gute Bild und kosten Punkte. Insgesamt 239 Punkte und ein guter achter Gesamtrang bleiben für dieses junge Team bei der WM-Premiere.

Vom Bodensee war Sebastian Schäfer mit seinem Sunrise nach Cottbus gereist. In der Freifolge blieb der kräftige Rüde nicht immer ganz dicht bei seinem Führer so verliert das Team hier einige Punkte. Leichtes Knautschen beim Apport sowie ein Raumverlust von einem Meter bei den Positionen bleiben aber danach die einzigen Abzüge, sowohl Ablage als auch Futterverweigerung und Hölzchen-Suche sind perfekt. Genauso sicher holt sich Sunrise die Maximal-Punktzahl bei den beiden Sprüngen über die Hürde und die Kletterwand. Eine sehenswerte Fluchtvereitelung eröffnet den Schutzdienst mit einem schnellen Angriff, engagierter Arbeit im Helfer und einem sofortigen Rückmarsch auf Kommando. In der Führerverteidigung gönnt sich der Rüde allerdings eine Auszeit, in dem er dem Angriff des Helfers auf seinen Hundeführer seelenruhig zusieht aber nicht angreift - keine Punkte also hier. Einem schönen Angriff bei der Accessoire-Attacke mit einigen Nachbeißern folgt eine schnell erfolgreiche Suche nach dem Helfer und die Transporte, bei dem der kräftige Hund sich viele Meter abnehmen läßt und eine Stock-Attacke, bei der Sunrise eine Sekunde nicht zum Griff kam. 229 Punkte und Platz 12 standen am Ende zu Buche.

Als eine der klaren Sieg-Kandidaten betritt entsprechend selbstbewusst die Wahl-Ungarin Renate Linder mit ihrem Firefox Iwan den Hallen-Parcours. Gespannt verfolgen die zahlreichen Zuschauer eine wirklich sehenswerte Unterordnung, beginnend mit einer aufmerksamen und engen Freifolge, gradem und schnellem Voraus, einem perfekten Apport ohne Knautschen, sauber gezeigten Positionen und problemloser Futterverweigerung. Bis hierher gibt es lediglich einen Punkt Abzug wegen der etwas ruppigen Vorbereitung auf die Voraus-Übung. Bei der Suche nach dem Hölzchen dreht sich Mondioring-Beauftragte des ungarischen Hundeverbandes während der Ablage des Hölzchens zu ihrem Hund um. Durch diesen klaren Regelverstoß wird die ansonsten schön gezeigte Übung natürlich zu einem Total-Ausfall - der am Ende auch den Sieg kosten sollte. Die Sprünge zeigt der Kirk vd Vroomshoeve-Sohn sicher und souverän. Genauso souverän gestaltet der Rüde auch den Schutzdienst. Sowohl in der Flucht als auch bei der Stock-Attacke und den Accessoires läßt er keine Punkte liegen. Abzüge gab es lediglich für 13 Meter, die der Helfer ihm bei der ersten Transport-Flucht enteilen kann sowie einigen Nachbeißern und einem zögerlichen Rückweg zur Hundeführerin bei der Führerverteidigung. Der sehr gute Schutzdienst ist auch am Ende ausschlaggebend dafür, dass Renate Lindner mit ihrem Jack  mit 258 Zählern vor der punktgleichen Russin Olga Averina auf dem dritten Gesamtrang landet.

Dass auch im Mondioring die Skandinavier auf dem Vormarsch sind bewies in der Kategorie Zwei Odd Erik Magnes aus Norwegen mit seinem Hund BI Pelle Av Nangijala auf Rang Zwei. Bei diesem Team gingen die meisten Punkte allerdings in der Unterordnung und den Sprüngen verloren. Zwar gelingt BI eine perfekte Freifolge, allerdings driftet er beim Voraus deutlich nach rechts ab und findet das Hölzchen nicht in der vorgegebenen Zeit. Ablage, Futterverweigerung und Apport bleiben ohne Beanstandung, für die perfekt nach hinten gearbeiteten Positionen gibt es Szenenapplaus. Absolviert er den Hochsprung noch fehlerfrei braucht der kräftige Hund beim Weitsprung über 3,50m einen zweiten Versuch und startee schon auf das Hupzeichen des Richters und nicht auf das Kommando seines Hundeführers. Wesentlich besser klappe es für den norwegischen Polizisten und seinen Hund im Schutzdienst. Flucht, Stock-Attacke und der Accessoire-Angriff geraten zu einer mit lautem Beifall bedachten Demonstration, lediglich einige wenige Meter in den Transport-Fluchten kosten Punkte. Dieser tolle Schutzdienst katapultiert den Norweger mit 258 Punkten auf den zweitobersten Podestplatz.

Siegerin in der Kategorie Zwei wird die Schwedin Frida Wallén mit ihrem Malinois Blackneck´s A´Best. Der sechsjährige Rüde zeigt bis auf ein leicht schräges Voraus eine perfekte Unterordnung und sammelt so kräftig Punkte. An der Hochsprung-Hürde setzt der Tacco Du Haut De L´Arize-Sohn im Hinsprung auf und benötigt an der Palisade einen zweiten Versuch. In der Flucht leistet sich der Rüde einige Nachbeißer, arbeitet dann aber in der nachfolgenden Führerverteidigung sauber und konzentriert mit einem beherzten Biß in den Unterschenkel des angreifenden Helfers. Nach einer erfolgreich abgeschlossenen Suche nach dem Helfer kann dieser A´Best einige Meter in den Fluchten abnehmen bevor der Schutzdienst mit einer schönen Stock-Attacke, bei welcher der Rüde auf dem glatten Boden den Griff zunächst nicht gleich setzten kann, abgeschlossen wird. 265 Punkte reichen am Ende zum Sieg einer strahlenden schwedischen Hundeführerin.

 

Freitag und Samstag: Kategorie Drei

Christian Erb, Leiter der Mondioringgruppe Straubing, führt leicht geschwächt durch eine Grippe seine kräftige Hündin Alia ins Feld. Einer sehenswerten Freifolge folgt ein etwas schräg nach links gezeigtes Voraus sowie eine schöne Apport-Übung des gelben Kunststoff-Rings, den Alia allerdings nicht ganz zurück bringt sondern in etwas Entfernung vor Christian Erb stehen bleibt. Sowohl die Ablage mit zwei hinter dem Hund abgegebenen Schüssen aus der 9mm-Pistole als auch die anschließende Futterverweigerung stellen kein Problem dar. Auch den in einem Holzkahn versteckten Holzblock findet die knapp fünfjährige Hündin sofort und bringt ihn zurück zu Christian Erb. Bei den Positionen gibt es ebenso wenig zu meckern wie bei den drei in maximaler Höhe bzw. Weite gezeigten Sprüngen. Der Schutzdienst beginnt mit einer langen und für den Hund schwierigen Führerverteidigung, die Alia allerdings mit Bravour meistert. Die anschließende abgebrochene Flucht zeigt die Hündin absolut sicher, kurz vor dem Helfer dreht sie auf Kommando ab und kommt zum Hundeführer zurück. Die Bewachung eines kegelförmigen Gegenstandes erledigt Alia in den ersten beiden Versuchen bis auf ein leicht zögerndes Trennen sehr gut, nur beim dritten Versuch kann sie der mit einem stilisierten Wagenrad angreifende Helfer verladen, den Gegenstand greifen und einige Meter flüchten bevor auch dieser Versuch durch einen Anbiss beendet wird. Bei der Stock-Attacke schafft es der Helfer sich die Hündin einige Sekunden mit dem Stock vom Hals zu halten bevor auch hier ein kräftiger Anbiss die Aktion beendet. Wie bei vielen Hunden gelingt es dem Helfer in den Transport-Fluchten, Alia einige Meter zu nehmen bevor die Hündin in der mit wuchtigem Angriff vorgetragenen Accessoires-Attacke kräftig punktet. Dabei verfängt sie sich in den Flatterbändern und nimmt das Accessoire kurzerhand hinter sich her schleifend mit zum Hundeführer. Die abschließende Flucht wird mit lautem Applaus bedacht und so bleiben am Ende 302,5 Punkte und ein siebter Gesamtrang stehen.

Weniger gut gelingt dem zweiten deutschen Team der erste WM-Auftritt in der höchsten Kategorie. Hasko von der Guldenburg zeigt eine etwas bemühte und mit wenig Ausdruck ausgeführte Prüfung. Eine ordentliche Freifolge eröffnet die Unterordnung, die mit einem vorzeitig abgebrochenen Voraus und einem etwas geknauschtem Apport fort gesetzt wird. In der Ablage drückt sich der Rüde etwas hoch, bleibt aber im Rahmen des Erlaubten. Bei der Futterverweigerung und auch in der Hölzchen-Suche leistet er sich dagegen keinen Fehler. Auch in den Positionen gibt sich Hasko sicher. Bei den Sprüngen nimmt der große Rüde den Weitsprung nicht an, absolviert dafür aber Hochsprung und Palisade fehlerlos. Leider kann Hasko den Angriff auf seinen Hundeführer nicht abwarten sondern entschließt sich in der Führerverteidiugung von sich aus den sich nähernden Helfer mal vorsorglich zu attackieren. Genauso forsch aber auch genauso regelwidrig beißt Hasko auch bei der abgebrochenen Flucht. Die Gegenstand-Bewachung interpretiert der Rüde dann kurzerhand zum Transport um und begleitet den mit dem Gegenstand weg gehenden Helfer. Leider gibt´s dafür keine Punkte. Einer guten Stockattacke folgt eine gute Suche nach dem Helfer. Bei den Transporten kann der großrahmige Hund auf dem rutschigen Boden dem Helfer dann nur schwer folgen und verliert Meter um Meter bei den Fluchtversuchen. Eine gute Flucht mit leichter Verzögerung beim Ablassen beendet diese mit 225 Punkten leider etwas verrutschte Prüfung.

Den Samstag eröffnet der amtierende FMBB-Weltmeister Julian Selz mit seinem Warras vom Wolfsprung. Das Schweizer Duo zeigen eine sehr versammelte Freifolge, gefolgt von einem schönen Voraus. Beim Apport mag Warras den Reifen so gerne dass er erst mal eine kurze Spiel-Session einlegt bevor er mit dem Ring zurück zum Hundeführer läuft. Der erfahrene Rüde lässt sich in der Ablage nicht überlisten, leckt allerdings bei der Futterverweigerung an der dar gebotenen Wurst und kassiert dafür einen "Nuller". Nach kurzem Test bringt Warras bei der Hölzchensuche letztendlich das richtige Holz zurück und zeigt anschließend perfekte Positionen auf dem Punkt. Nach einem "Sicherheits-Sprung" über 3,50m springt der Remus du Colombophile-Sohn auch sicher die 4m in die Weite. Ebenso sicher gehen der Hochsprung und die Palisade über die Bühne. Mit Bravour erledigt Warras seine Aufgabe in der Führerverteidigung und auch die gebissene Flucht bereitet dem Rüden kein Problem. Sowohl Anbiss, Arbeit am Helfer als auch das sofortige Ablassen bringen Szenenapplaus. Genauso gekonnt bewacht Warras den Gegenstand, lässt sich von den Helfern nicht beeinflussen, beißt sehr spät und trennt selbständig. Vor lauter Wucht setzt der Rüde beim Überspringen es Hindernisses in der Stock-Attacke auf, verpasst zunächst den Helfer und braucht dann einige Sekunden um wieder in den Griff zu gelangen. Nach guter Anzeige des gefundenen Helfers lässt sich Warras vom Helfer an den Tonnen verladen und verliert einige Meter, die beiden anderen Fluchten bleiben Versuche, die sofort vereitelt werden. Auch in der Accessoire-Attacke und der abgebrochenen Flucht ist auf den Hund absolut Verlass und so erkämpfen sich Julian Selz und Warras vom Wolfsprung 314,5 Punkte und die Bronzemedaille.

Einen Platz weiter vorne landet sein Landsmann Tom Andrykowski. Der amtierende FCI-Weltmeister führt seinen Valmy du Haute de l´Arize gewohnt schnell und sicher durch eine perfekte Freifolge. Beim Voraus driftet Valmy etwas nach links ab und zeigt anschließend einen direkten und knautschfreien Apport. Ablage und Futterverweigerung werden genauso sicher abgearbeitet, bei den Positionen nimmt sich der sechsjährige Rüde etwas Raum, arbeitet aber die Positionen selber aber sehr schön aus. Auch das Hölzchen wird schnell gefunden und zurück gebracht. Weit- und Hochsprung werden maximal gezeigt, der Hundeführer belässt es allerdings an der Palisade bei einer Höhe von 2,20m. Weder durch die Länge noch durch die Ablenkungsversuche der Helfer lässt sich der Rüde bei der Führerverteidigung in die Irre führen und beantwortet den Angriff auf seinen Hundeführer mit einem kräftigen Griff. Sehr guten Gehorsam zeigt Valmy bei der abgebrochenen Flucht als er auf Kommando kurz hinter dem Helfer abdreht und zu Tom zurück läuft. Gewohnt engagiert wird auch der Gegenstand verteidigt und bellend der Besitzanspruch auf den Kegel deutlich demonstriert. Das Hunde die bellen sehr wohl auch beißen spüren die Helfer bei ihren Versuchen sich des Gegenstandes zu bemächtigen. Sehr spät und absolut überzeugend vereitelt Valmy alle drei Versuche und sammelt kräftig Punkte. Bedingt durch die Wucht des Angriffs bekommt Valmy den Helfer in der Stock-Attacke nicht gleich zufassen, setzt kräftig nach und trennt sofort auf Kommando. Die Suche nach dem Helfer interpretiert Valmy etwas freier indem er zwei Mal über die Absperrung hinweg im Außenbereich die Suche fortsetzt. In letzter Sekunde findet der erneut angesetzte Hund dann den Helfer und erledigt die Transporte mit wenigen Verlust-Metern. Sowohl bei den Accessoires als auch in der abschließenden Flucht leistet sich Valmy keine Fehler mehr und so reichen 324,5 Punkte dem erfolgsverwöhnten Team zur Silbermedaille.

Sieger und neuer FMBB-Weltmeister wird Jos Helsen aus Belgien mit seinem Kelistam Eboets. Der erfahrene Hundeführer eröffnet mit einer schönen Freifolge und lässt dem dann ein komplett verhauenes Voraus folgen. Apport, Ablage und Futterverweigerung sind dagegen nicht zu beanstanden, ebenso wenig wie die sehr korrekt gezeigten Positionen und die erfolgreiche Suche nach dem Holz. Beim Weit- wie beim Hochsprung zeigt der Zep-Sohn die maximal geforderten Sprünge, die Palisade gerät dabei zu einem echten Kampf, bei der sich der Hund mit letzter Kraft nach sekundenlangem Drahtseilakt über die Palisade rettet - begleitet von lautstarkem Applaus. Souverän beantwortet der Rüde den Angriff auf seinen Hundeführer und vereitelt anschließend die Flucht des Helfers genauso gekonnt. Beim Rückweg benötigt er dann aber ein weiteres Kommando weil er seinen Hundeführer nicht finden kann. Seine ganze Erfahrung legt Eboets dann in die Gegenstandsbewachung, als er den Helfern keine Chance lässt, sehr spät beißt, sofort trennt und selbständig zum Gegenstand zurück kehrt. Auch in der Stockattacke bleiben keine Punkte liegen, dafür nimmt ihm der Helfer in den Transport-Fluchten doch so einige Meter ab. Sowohl bei den Accessoires als auch in der perfekt gezeigten abgebrochenen Flucht gibt es nichts zu meckern und so holt sich das sympathische Belgische Team mit 349 Punkten den WM-Titel.



Sonntag - Kategorie Eins

Als einer der ersten Teilnehmer in dieser Kategorie ging ein weiteres Mitglied der Mondioringgruppe Straubing,  Friedhelm Garske mit Duke vom schnellen Fahnder ins Rennen. In seinem ersten internationalen Wettbewerb zeigt dieses Team eine schöne enge Freifolge, ein gutes Voraus sowie eine sichere Ablage. Auch das Brot in der Futterverweigerung bleibt unberührt. Ein Doppelkommando benötige Duke dann bei den ansonsten schön gearbeiteten Positionen und demonstriert seine Sprungkraft beim tadellosen Überqueren der 1,80m hohen Palisade. Eine Fluchtvereitelung mit wuchtigem Anbiss in den linken Oberschenkel des Helfers eröffnet den Schutzdienst. Die Führerverteidigung, bei der sich Helfer und Hundeführer abwechselnd über den Platz schieben stellt für den Manto Airport Hannover-Sohn kein Problem dar. Bemerkenswert ist hierbei ist der perfekt gezeigte Rückwärtsgang, bei dem Duke den Helfer nicht aus den Augen lässt lediglich ein Flüchtigkeitsfehler des nervösen Hundeführers kostet Punkte. Auch die abschließende Stock-Attacke beantwortet Duke mi einem vollen Griff und schnellem Trennen auf Kommando. Hier braucht der Rüde allerdings zwei Versuche nachdem er zunächst einen Frühstart hinlegt. Insgesamt springen beim Debüt 167 Punkte und ein guter vierter Rang heraus.

Einen Rang dahinter platziert sich Hubert Mayr mit Celina vom schnellen Fahnder. Wie schon beim WM-Auftritt in Virton zeigt die Hündin eine sehr schöne, aufgedrehte Unterordnung mit toller Freifolge, schnellem Voraus und sehr gutem Apport. Dabei kommentiert sie ihre Leistungen lautstark. Ablage, Futterverweigerung und Positionen sind bis auf Kleinigkeiten eine genauso sichere Sache für die Brando Airport Hannover Tochter wie der Klettersprung über die Palisade. In der Flucht erwischt Celina den Helfer an der Hüfte und fasst mehrere Male nach, trennt dann aber sofort auf Kommando. Beim Rückweg zum Hundeführer braucht sie allerdings noch eine zweite Aufforderung. Eine gute Führervereidigung mit ebenfalls unruhigen Griffen und eine ebensolche Stock-Attacke bedeuten am Schluss 165 Punkte.

Auch Franz Schweigert, ebenfalls der Mondioringgruppe Straubing zugehörig, zeigt sich mit seinem Clopfer du Bois des Trembles zum ersten Mal auf dem internationalen Mondioring-Parkett. Der eindrucksvolle Rüde läuft eine schöne Freifolge, kann den überraschenden Wendungen seines Hundeführers aber nicht gleich folgen. Dafür hat er sichtlich Spaß beim Apport des Gummihammers. Ablage, Positionen und Futterverweigerung bleiben ohne Beanstandungen. Beim Hochsprung touchiert Clopfer leicht beim Hinsprung und verliert dadurch weitere Punkte. Im Schutzdienst ist der Udex du Bauc des Hermelles-Sohn dann in seinem Element, wuchtige Angriffe in der Flucht sowie in der Stock-Attacke zeichnen diesen recht jungen Hund aus. Insgesamt erkämpfen sich Franz und Clopfer 148 Punkte und damit den achten Gesamtrang.

Der dritte Platz in der Kategorie eins geht dieses Jahr nach Österreich. Irina Fleischanderl mit Jerome le Bosseur eröffnen mit einer schönen Freifolge, einem etwas schräg gezeigtem Voraus und gutem Apport die Punktejagd. Auch in der Ablage und der Futterverweigerung lassen Irina und Jerome kaum Punkte liegen. Drei Kommandos braucht Jerome dann aber bis er endlich in die Steh-Position geht. Ein sicher gesprungener Palisaden-Kletterer leitet zum Schutzdienst über. Die Flucht zeigt der Gjelo vom schnellen Fuchs-Sohn wuchtig und engagiert, setzt allerdings doch etwas um. In der Führerverteidigung erklärt der Rüde dem Helfer eindrucksvoll was passiert wenn der sein Frauchen anfasst. Auch bei der schön vereitelten Stock-Attacke setzt der Rüde den Griff um und so bleiben 177 Punkte übrig.

Barabak des Plaines de Thierache wird von Monica Andersson aus Schweden auf den zweiten Gesamtrang geführt. Freifolge, Voraus und Apport lassen nur wenig Kritik zu, ebenso sicher werden Ablage und Futterverweigerung gezeigt. Auch die Positionen nimmt Barabak sauber auf den Punkt ein, braucht aber zwei Doppelkommandos. Der Sprung über die Hürde gelingt dem Rüden ebenfalls gut. Die Flucht vereitelt der Rüde sehr wirkungsvoll, benötigt aber eine zweite Aufforderung für den Rückweg. Sowohl in der sofort gebissenen Führerverteidigung als auch in der abschließenden Stock-Attacke überzeugt Barabak und leistet sich nur einige Nachbeißer sowie ein zögerliches Ablassen. Die "Uhr" bleibt bei 178,5 Punkten stehen.

Die Ambitionen von Mark Willems aus Belgien stehen von Beginn an auf Sieg. Mit seinem großrahmigen Goofy van Joefarm läuft er eine sichere und versammelte Freifolge und zeigt ein leicht nach rechts abdriftendes Voraus. Beim Apport leistet sich Goofy zwar keine Punktabzüge in der eigentlichen Ausübung, springt aber nach der Übung einige Male freudestahlend am Hundeführer hoch. Wie von einem solch erfahrenen Hund nicht anders zu erwarten lässt er bei der Ablage und auch bei der Futterverweigerung keine Punkte liegen. Schnelle und korrekte Positionen sowie ein perfekter Hochsprung leiten zum Schutzdienst über. Weder in der mit vollem Griff vereitelten Flucht noch in der sofort gebissenen Führerverteidigung oder der vehement vorgetragenen Stock-Attacke bleiben Punkte auf der Strecke und so sind 188 Punkte ein deutliches Polster für einen souveränen Sieg in der Kategorie Eins.

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